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Samstag, 13. November 2010
Bangkok - Wat'n hier los!
anjapat, 18:50h
Wat Phra Kaeo, Wat Pho und Wat Arun waren die ersten Tempel, die wir uns hier in Bangkok angeschaut haben. Selbstverständlich waren wir beeindruckt, von den vergoldeten Gebäuden und Dachzipfeln, den vielen Details der Architektur und den vielen unterschiedlichen Buddhastatuen. Besonders überwältigt haben uns der Smaragdbuddha im Wat Phra Kaeo, der das Nationalheiligtum Thailands ist, und der 15 m hoch und unglaubliche 46 m lang liegende und vergoldete Buddha, der in einem Schrein des Wat Pho's zu finden ist. Auch setzten wir mit der Fähre über den Chao-Phraya-Fluss und erkletterten einen Tempel des Wat Arun, um die Aussicht über Bangkok zu erleben.
In Bangkok genießen wir es, uns wieder etwas freier bewegen zu können. Des Weiteren sind wir darüber erstaunt, dass es trotz des vielen Verkehrs keine Hupkonzerte gibt. Das dies möglich ist, hatten wir in den Wochen in Indien schon fast vergessen. Hier sind wir mal wieder mit öffentlichen Bussen unterwegs gewesen, um die Stadt zu erkunden. Es gefällt uns sehr, dass wir dadurch auch ein paar dunklere Nebenstrassen erkunden und weniger überlaufene Orte entdecken konnten. Auf einem kleinen Markt genossen wir lecker gefülltes Eierkuchengebäck, dass frisch auf einer Moped Küche zubereitet wurde. Es gibt an jeder Strassenecke mobile Stände, an denen man gebratene Nudeln, Suppen aber auch frische Obstsäfte und -salate bekommen kann. Wir können viel ausprobieren und brauchen uns nicht so große Gedanken über unsere Magen-Darm-Systeme machen. In Bangkok gibt es viel zu entdecken.
Allerdings sind wir in der Khao San Road abgestiegen und haben verpasst, uns genauer über diese Strasse zu informieren. Sie ist eine Mischung aus Ballermann und der Großen Freiheit in Hamburg, so dass ihr euch vielleicht vorstellen könnt, was hier los ist. Die Touristenanzahl hat sich vertausendfach und dementsprechend auch Partylaune und nicht nur der Alkoholkonsum. Das wäre eigentlich nicht problematisch, wenn unser Zimmer nicht auf der Rückseite eines Clubs liegen würde. Die Wände unseres Zimmer vibrieren und wir möchten nicht beschreiben, was gestern bei unseren irischen Zimmernachbarn nach Sperrstunde abging. Wir warten bis der Club schließt, was bisher zwischen halb drei und halb fünf war. Früher wären wir vielleicht auch durch die Nacht gezogen, aber wir sind wohl zu alt geworden, um das jeden Abend zu überstehen. Klar könnten wir uns beschweren oder die Unterkunft wechseln, aber irgendwie beißen wir uns die paar Nächte durch. Für unsere Augenringen ist dies nicht besonders förderlich, wir nehmen es aber mit Humor.
Des Weiteren ist es erstaunlich, auf welche Gedanken Menschen kommen, wenn sie auf engem Raum mit viel Alkohol und Drogen leben. Uns ist extrem aufgefallen, dass mindestens jede zweite Kellnerin einmal ein Mann gewesen ist, der sich umoperieren hat lassen. Auch sehen wir einige Sex-Touristen, haben aber keine Lust, sie in anderen Stadtteilen zu beobachten, wie es in unserem Reiseführer als Highlight empfohlen ist. Zusätzlich fragen uns die Rikschawfahrer zu später Stunde jedes Mal, ob wir eine Ping-Pong-Tour machen möchten. Da wir um 23 Uhr keine Lust auf Tischtennis haben, lehnen wir aber dankend ab. Natürlich wissen wir, dass damit die Gogo-, Sex- und Ladyboy-Shows gemeint sind, die nicht unbedingt Hochkultur sind und bei denen man meistens abgezockt wird. Hier rennen einige Typen herum, die geschwollene Gesichter und blaue Augen haben, die von den Erlebnissen der letzten Nächte zeugen.
Anja und ich versuchen daher, so oft wie möglich weg von der Khao San zu kommen. Zwei Kreuzungen weiter, befinden sich kleine Gassen, welche Oasen für uns darstellen. Wir haben auf unserer Tour bereits festgestellt, dass wir solche ruhigeren Plätze brauchen, um dem Lärm zu entfliehen und ein bisschen runter zu kommen. In Indien war es eine westliche Café-Kette und hier in Bangkok sind es diese Gassen. In diesen Oasen gehen wir meistens Essen und haben eine kleine verträumte Kneipe entdeckt, die von einer charismatischen jungen Thai geführt und hauptsächlich von jungen Locals besucht wird. Dort haben wir uns gestern dann auch für einen kleinen Eimer Whiskey-Cola als Getränk ala Ballermann entschieden, dafür hat die Chefin uns ihre kleine Gitarre gebracht, auf der wir uns probieren konnten.
Heute haben wir dort ein weiteres Highlight unserer Reise erlebt. Ich konnte Anja überreden, eine Fish-Spa zu machen. Man steckt seine Füße in ein Aquarium, die sofort von dutzenden Putzerfischen attackiert werden. Die ersten Minuten sind schrecklich, da das kribbelnde Gefühl so ungewöhnlich ist und man nicht weiss, ob man vor Kitzeln lachen oder vor Unwohlsein fliehen möchte. Für Anja war es die Hölle und sie gestand, dass es das Ekeligste in ihrem Leben wäre. So richtig kann man sich an das Gefühl auch nicht gewöhnen, da die kleinen Fische sich auch in die Zehenzwischenräume drängen, um dort nachzuschauen. Gründlich sind sie ja bei der Entfernung von alten Hautresten schon. Überraschender Weise war das Gewusel an unseren Füßen sehr stark und wir fragten uns, ob die Fische den ganzen Tag nichts zu fressen bekommen hatten, oder ob es wirklich so viel für sie zu tun gab. Jedenfalls dauerte das Bad 15 min und Anja war begeistert, dass ihre Haut so weich war. Sie wollte gleich ins Hotel zurück und ihre Beine eincremen.
Dies war heute nochmal ein gelungener Abschluß für unseren ersten Aufenthalt in Bangkok. Vielleicht kommen wir in den nächsten Wochen noch einmal zurück, da wir auf unserer Süd-Ost-Asien-Tour noch einmal vom Norden in den Süden Thailands wollen. Morgen fahren wir nach Kambodscha. Wir haben eine Ahnung, wie das funktionieren soll, haben aber weder ein Bus-Ticket noch eine Unterkunft. An der Grenze brauchen wir dann noch ein Visum, was wir bei der Einreise erhalten sollen. Wir sind gespannt und wissen jetzt schon, dass wir den morgigen Tag nicht so schnell vergessen werden. Nebenan ist schon wieder Halli-Galli, jedoch versuchen wir, noch ein bisschen Schlaf zu bekommen.
Beste Grüße und bis bald
Anja und Pat
In Bangkok genießen wir es, uns wieder etwas freier bewegen zu können. Des Weiteren sind wir darüber erstaunt, dass es trotz des vielen Verkehrs keine Hupkonzerte gibt. Das dies möglich ist, hatten wir in den Wochen in Indien schon fast vergessen. Hier sind wir mal wieder mit öffentlichen Bussen unterwegs gewesen, um die Stadt zu erkunden. Es gefällt uns sehr, dass wir dadurch auch ein paar dunklere Nebenstrassen erkunden und weniger überlaufene Orte entdecken konnten. Auf einem kleinen Markt genossen wir lecker gefülltes Eierkuchengebäck, dass frisch auf einer Moped Küche zubereitet wurde. Es gibt an jeder Strassenecke mobile Stände, an denen man gebratene Nudeln, Suppen aber auch frische Obstsäfte und -salate bekommen kann. Wir können viel ausprobieren und brauchen uns nicht so große Gedanken über unsere Magen-Darm-Systeme machen. In Bangkok gibt es viel zu entdecken.
Allerdings sind wir in der Khao San Road abgestiegen und haben verpasst, uns genauer über diese Strasse zu informieren. Sie ist eine Mischung aus Ballermann und der Großen Freiheit in Hamburg, so dass ihr euch vielleicht vorstellen könnt, was hier los ist. Die Touristenanzahl hat sich vertausendfach und dementsprechend auch Partylaune und nicht nur der Alkoholkonsum. Das wäre eigentlich nicht problematisch, wenn unser Zimmer nicht auf der Rückseite eines Clubs liegen würde. Die Wände unseres Zimmer vibrieren und wir möchten nicht beschreiben, was gestern bei unseren irischen Zimmernachbarn nach Sperrstunde abging. Wir warten bis der Club schließt, was bisher zwischen halb drei und halb fünf war. Früher wären wir vielleicht auch durch die Nacht gezogen, aber wir sind wohl zu alt geworden, um das jeden Abend zu überstehen. Klar könnten wir uns beschweren oder die Unterkunft wechseln, aber irgendwie beißen wir uns die paar Nächte durch. Für unsere Augenringen ist dies nicht besonders förderlich, wir nehmen es aber mit Humor.
Des Weiteren ist es erstaunlich, auf welche Gedanken Menschen kommen, wenn sie auf engem Raum mit viel Alkohol und Drogen leben. Uns ist extrem aufgefallen, dass mindestens jede zweite Kellnerin einmal ein Mann gewesen ist, der sich umoperieren hat lassen. Auch sehen wir einige Sex-Touristen, haben aber keine Lust, sie in anderen Stadtteilen zu beobachten, wie es in unserem Reiseführer als Highlight empfohlen ist. Zusätzlich fragen uns die Rikschawfahrer zu später Stunde jedes Mal, ob wir eine Ping-Pong-Tour machen möchten. Da wir um 23 Uhr keine Lust auf Tischtennis haben, lehnen wir aber dankend ab. Natürlich wissen wir, dass damit die Gogo-, Sex- und Ladyboy-Shows gemeint sind, die nicht unbedingt Hochkultur sind und bei denen man meistens abgezockt wird. Hier rennen einige Typen herum, die geschwollene Gesichter und blaue Augen haben, die von den Erlebnissen der letzten Nächte zeugen.
Anja und ich versuchen daher, so oft wie möglich weg von der Khao San zu kommen. Zwei Kreuzungen weiter, befinden sich kleine Gassen, welche Oasen für uns darstellen. Wir haben auf unserer Tour bereits festgestellt, dass wir solche ruhigeren Plätze brauchen, um dem Lärm zu entfliehen und ein bisschen runter zu kommen. In Indien war es eine westliche Café-Kette und hier in Bangkok sind es diese Gassen. In diesen Oasen gehen wir meistens Essen und haben eine kleine verträumte Kneipe entdeckt, die von einer charismatischen jungen Thai geführt und hauptsächlich von jungen Locals besucht wird. Dort haben wir uns gestern dann auch für einen kleinen Eimer Whiskey-Cola als Getränk ala Ballermann entschieden, dafür hat die Chefin uns ihre kleine Gitarre gebracht, auf der wir uns probieren konnten.
Heute haben wir dort ein weiteres Highlight unserer Reise erlebt. Ich konnte Anja überreden, eine Fish-Spa zu machen. Man steckt seine Füße in ein Aquarium, die sofort von dutzenden Putzerfischen attackiert werden. Die ersten Minuten sind schrecklich, da das kribbelnde Gefühl so ungewöhnlich ist und man nicht weiss, ob man vor Kitzeln lachen oder vor Unwohlsein fliehen möchte. Für Anja war es die Hölle und sie gestand, dass es das Ekeligste in ihrem Leben wäre. So richtig kann man sich an das Gefühl auch nicht gewöhnen, da die kleinen Fische sich auch in die Zehenzwischenräume drängen, um dort nachzuschauen. Gründlich sind sie ja bei der Entfernung von alten Hautresten schon. Überraschender Weise war das Gewusel an unseren Füßen sehr stark und wir fragten uns, ob die Fische den ganzen Tag nichts zu fressen bekommen hatten, oder ob es wirklich so viel für sie zu tun gab. Jedenfalls dauerte das Bad 15 min und Anja war begeistert, dass ihre Haut so weich war. Sie wollte gleich ins Hotel zurück und ihre Beine eincremen.
Dies war heute nochmal ein gelungener Abschluß für unseren ersten Aufenthalt in Bangkok. Vielleicht kommen wir in den nächsten Wochen noch einmal zurück, da wir auf unserer Süd-Ost-Asien-Tour noch einmal vom Norden in den Süden Thailands wollen. Morgen fahren wir nach Kambodscha. Wir haben eine Ahnung, wie das funktionieren soll, haben aber weder ein Bus-Ticket noch eine Unterkunft. An der Grenze brauchen wir dann noch ein Visum, was wir bei der Einreise erhalten sollen. Wir sind gespannt und wissen jetzt schon, dass wir den morgigen Tag nicht so schnell vergessen werden. Nebenan ist schon wieder Halli-Galli, jedoch versuchen wir, noch ein bisschen Schlaf zu bekommen.
Beste Grüße und bis bald
Anja und Pat
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Dienstag, 9. November 2010
Joo-Sie in Bangalore
anjapat, 19:53h
Hallo.
Krebsis, wir hoffen, dass sich das Wetter gebessert hat und ihr euren Fackelumzug machen konntet. Hi Wiesi, Relegion spielt schon eine Rolle, doch ist sie Teil des Ganzen. Auch sind Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus gefühlt gleich verbreitet, so dass es keine Hauptreligion gibt. Hey Ulli, schön, dass du den Weg zu uns gefunden hast. China war sicher spannend. Leider schaffen wir einen Abstecher auf unserer Reise nicht, heben es uns aber für später auf.
Am Samstag ist mein Bruder Mark 18 Jahre alt geworden. Welch ein Tag! Ich hatte die Gelegenheit, morgens mit ihm zu telefonieren. Es war 5 Uhr in Uganda und er hat sich mit seinen Kameraden auf den Morgenunterricht, der um 5:30 Uhr am SAMSTAG begann, vorbereitet. Unglaublich!! Er hat sich riesig über meinen Anruf gefreut und ich hab Grüße von allen bestellt. In den nächsten Tagen schreibt er sein Abitur und wir müssen ihm ganz fest die Daumen drücken. Es war schön, seine Stimme und die Freude zu hören und ich war froh, dass es den Jungs gut geht.
Heute ist unser letzter Tag in Indien und wir sitzen gerade auf dem Flughafen Mumbai und warten auf unseren Flieger, der erst in 8 Stunden geht. Als großes Finale hatten wir noch einmal ein paar sehr schöne Tage bei Joo-Sie in Bangalore. Er ist ein Freund aus Deutschland und arbeitet seit zwei Jahren für Bosch in Indien. Wir genossen die Gastfreundschaft in seinem Haus, die weichen Betten, Duschen mit warmen Wasser, dass unsere Klamotten einmal komplett gewaschen wurden und dass sein Fahrer uns manchmal durch die Stadt kutschierte. Besonders freuten wir uns auch über die Salami und den Käse in seinem Kühlschrank, so dass wir uns ein paar normale Schnitten schmieren konnten. Wir müssen gestehen, dass wir ein paar deutsche Gerichte in den Tagen hier schon vermisst haben. Dieser Apetit kulminierte in einem fürstlichen Frühstück, bei dem es Rüherei, Nutella-Toasts und Pancakes gab. Auch verwöhnte uns Joo-Sie mit seinen koreanischen Kochkünsten.
Allerdings haben wir nicht nur gefuttert und uns verwöhnen lassen, sondern haben auch einen Ausflug nach Mysore gemacht. Die Stadt war bis zur Unabhängigkeit Indiens 1947 Sitz einer Königsfamilie, deren Palast heute für die Bevölkerung zugänglich ist. Joo-Sie organisierte uns ein Taxi, so dass wir die 150 km entfernte Stadt besuchen konnten. Der Palast ist natürlich sehr beeindruckend. Besonders ist uns aber aufgefallen, dass westliche, hinduistische und auch moslemische Designelemente in den Bau eingeflossen sind. Es spricht für die Offenheit der Könige und wie sie bereits zur damaligen Zeit versuchten, alle Religionen friedlich miteinander zu verbinden. Das schaffen wir Menschen heutzutage leider nicht mehr. Der Versuch, unterschiedliche Relegionen miteinander zu verbinden, ist uns bereits bei einem König in Rajasthan aufgefallen, der dies allerdings auf eine andere Art auslebte, indem er eine moslemische, hinduistische und eine christliche Frau heiratete.
In Indien ist momentan das Happy Diwahli Fest, welche die Hauptfeiertage sind, und den Status unserer Weihnachtstage und des chinesischen Neujahrs haben. An den Abenden und manchmal den ganzen Tag über, ließen die Menschen auf den Strassen ihre Feuerwerkskörper knallen und nicht selten mussten wir auf den Strassen irgendwelchen brennenden bengalischen Feuern ausweichen. Manche Knaller kamen uns so vor, als ob sie selbst gebastelt bzw. vom Militär entwendet worden waren, da sie Explosionen von Granaten glichen. Auch möchten wir nicht wissen, wie viele Leute im Krankenhaus gelandet sind. Es war ein ganz schönes Spektakel. Samstagbabend ließen wir es dann auch ein wenig krachen und waren mit Joo-Sie, seiner Freundin Anitha und deren Freundin Sima was Essen und dann bei einer Diwahli Party. Bei der Kombination von lauter Musik, dem Knallen von Feuerwerken und das Trommeln einer Percussionband konnten wir nicht ruhig stehen und zappelten auch ein wenig auf der Tanzfläche. Den Abend ließen wir dann schön entspannt, auf der Dachterasse mit ein paar Getränken, einer Wasserpfeife und Musik ausklingen. Die Tage in Bangalore waren ein besonderer Abschluß unserer Zeit in Indien und wir danken Joo-sie, dass wir eine super Zeit zusammen hatten.
Unser erster Monat ist somit bereits vorbei und Indien hat uns viele Eindrücke geboten. Es ist ein Land, in dem unsere Sinne überstrapaziert wurden. Sei es der Lärm auf den Strassen, die Gerüche in den Seitenstrassen und auf den Märkten, die schönen und auch elendigen Dinge, die wir gesehen haben, aber besonders auch die Geschmäcker der unterschiedlichen Speisen haben uns vor einige Herausforderungen gestellt. Auch mussten wir teilweise sehr tolerant und entspannt sein, wenn wir von den vielen Händlern angesprochen wurden, die Rikschawfahrer uns unbedingt mitnehmen wollten, oder als wir den Nachtzug nach Udaipur nicht bekommen haben. Als weiteres Fazit können wir sagen, dass wir eindrucksvolle aber nur kleine Teile Indiens gesehen haben, wie Delhi, Agra und das Taj Mahal, Jaipur für das historische Rajasthan, Mumbai, die Süd-Strände Goas und nicht zuletzt Hampi und Bangalore. Indien ist so vielseitig wie ein Kontinent, nur ist es genauso so unmöglich wie in Europa, alles innerhalb einer kurzen Zeit zu sehen. Wir werden sicherlich zurückkehren, wissen aber noch nicht wann.
Jetzt freuen wir uns auf Südost-Asien und die dortigen Kulturen und Sehenswürdigkeiten. Wir landen am Mittwoch in Bangkok, werden aber nach vier Tagen gleich weiter nach Kambodia reisen und uns die Tempelanlagen von Angkor-Watt anschauen.
Bis bald
Anja und Patrice
Krebsis, wir hoffen, dass sich das Wetter gebessert hat und ihr euren Fackelumzug machen konntet. Hi Wiesi, Relegion spielt schon eine Rolle, doch ist sie Teil des Ganzen. Auch sind Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus gefühlt gleich verbreitet, so dass es keine Hauptreligion gibt. Hey Ulli, schön, dass du den Weg zu uns gefunden hast. China war sicher spannend. Leider schaffen wir einen Abstecher auf unserer Reise nicht, heben es uns aber für später auf.
Am Samstag ist mein Bruder Mark 18 Jahre alt geworden. Welch ein Tag! Ich hatte die Gelegenheit, morgens mit ihm zu telefonieren. Es war 5 Uhr in Uganda und er hat sich mit seinen Kameraden auf den Morgenunterricht, der um 5:30 Uhr am SAMSTAG begann, vorbereitet. Unglaublich!! Er hat sich riesig über meinen Anruf gefreut und ich hab Grüße von allen bestellt. In den nächsten Tagen schreibt er sein Abitur und wir müssen ihm ganz fest die Daumen drücken. Es war schön, seine Stimme und die Freude zu hören und ich war froh, dass es den Jungs gut geht.
Heute ist unser letzter Tag in Indien und wir sitzen gerade auf dem Flughafen Mumbai und warten auf unseren Flieger, der erst in 8 Stunden geht. Als großes Finale hatten wir noch einmal ein paar sehr schöne Tage bei Joo-Sie in Bangalore. Er ist ein Freund aus Deutschland und arbeitet seit zwei Jahren für Bosch in Indien. Wir genossen die Gastfreundschaft in seinem Haus, die weichen Betten, Duschen mit warmen Wasser, dass unsere Klamotten einmal komplett gewaschen wurden und dass sein Fahrer uns manchmal durch die Stadt kutschierte. Besonders freuten wir uns auch über die Salami und den Käse in seinem Kühlschrank, so dass wir uns ein paar normale Schnitten schmieren konnten. Wir müssen gestehen, dass wir ein paar deutsche Gerichte in den Tagen hier schon vermisst haben. Dieser Apetit kulminierte in einem fürstlichen Frühstück, bei dem es Rüherei, Nutella-Toasts und Pancakes gab. Auch verwöhnte uns Joo-Sie mit seinen koreanischen Kochkünsten.
Allerdings haben wir nicht nur gefuttert und uns verwöhnen lassen, sondern haben auch einen Ausflug nach Mysore gemacht. Die Stadt war bis zur Unabhängigkeit Indiens 1947 Sitz einer Königsfamilie, deren Palast heute für die Bevölkerung zugänglich ist. Joo-Sie organisierte uns ein Taxi, so dass wir die 150 km entfernte Stadt besuchen konnten. Der Palast ist natürlich sehr beeindruckend. Besonders ist uns aber aufgefallen, dass westliche, hinduistische und auch moslemische Designelemente in den Bau eingeflossen sind. Es spricht für die Offenheit der Könige und wie sie bereits zur damaligen Zeit versuchten, alle Religionen friedlich miteinander zu verbinden. Das schaffen wir Menschen heutzutage leider nicht mehr. Der Versuch, unterschiedliche Relegionen miteinander zu verbinden, ist uns bereits bei einem König in Rajasthan aufgefallen, der dies allerdings auf eine andere Art auslebte, indem er eine moslemische, hinduistische und eine christliche Frau heiratete.
In Indien ist momentan das Happy Diwahli Fest, welche die Hauptfeiertage sind, und den Status unserer Weihnachtstage und des chinesischen Neujahrs haben. An den Abenden und manchmal den ganzen Tag über, ließen die Menschen auf den Strassen ihre Feuerwerkskörper knallen und nicht selten mussten wir auf den Strassen irgendwelchen brennenden bengalischen Feuern ausweichen. Manche Knaller kamen uns so vor, als ob sie selbst gebastelt bzw. vom Militär entwendet worden waren, da sie Explosionen von Granaten glichen. Auch möchten wir nicht wissen, wie viele Leute im Krankenhaus gelandet sind. Es war ein ganz schönes Spektakel. Samstagbabend ließen wir es dann auch ein wenig krachen und waren mit Joo-Sie, seiner Freundin Anitha und deren Freundin Sima was Essen und dann bei einer Diwahli Party. Bei der Kombination von lauter Musik, dem Knallen von Feuerwerken und das Trommeln einer Percussionband konnten wir nicht ruhig stehen und zappelten auch ein wenig auf der Tanzfläche. Den Abend ließen wir dann schön entspannt, auf der Dachterasse mit ein paar Getränken, einer Wasserpfeife und Musik ausklingen. Die Tage in Bangalore waren ein besonderer Abschluß unserer Zeit in Indien und wir danken Joo-sie, dass wir eine super Zeit zusammen hatten.
Unser erster Monat ist somit bereits vorbei und Indien hat uns viele Eindrücke geboten. Es ist ein Land, in dem unsere Sinne überstrapaziert wurden. Sei es der Lärm auf den Strassen, die Gerüche in den Seitenstrassen und auf den Märkten, die schönen und auch elendigen Dinge, die wir gesehen haben, aber besonders auch die Geschmäcker der unterschiedlichen Speisen haben uns vor einige Herausforderungen gestellt. Auch mussten wir teilweise sehr tolerant und entspannt sein, wenn wir von den vielen Händlern angesprochen wurden, die Rikschawfahrer uns unbedingt mitnehmen wollten, oder als wir den Nachtzug nach Udaipur nicht bekommen haben. Als weiteres Fazit können wir sagen, dass wir eindrucksvolle aber nur kleine Teile Indiens gesehen haben, wie Delhi, Agra und das Taj Mahal, Jaipur für das historische Rajasthan, Mumbai, die Süd-Strände Goas und nicht zuletzt Hampi und Bangalore. Indien ist so vielseitig wie ein Kontinent, nur ist es genauso so unmöglich wie in Europa, alles innerhalb einer kurzen Zeit zu sehen. Wir werden sicherlich zurückkehren, wissen aber noch nicht wann.
Jetzt freuen wir uns auf Südost-Asien und die dortigen Kulturen und Sehenswürdigkeiten. Wir landen am Mittwoch in Bangkok, werden aber nach vier Tagen gleich weiter nach Kambodia reisen und uns die Tempelanlagen von Angkor-Watt anschauen.
Bis bald
Anja und Patrice
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Donnerstag, 4. November 2010
Hampi, Hampi und nochmals Hampi
anjapat, 19:33h
Hallo Ihr Lieben,
nachdem wir uns leider aus Goa verbaschieden mussten, sind wir vorgestern mit dem Zug weiter nach Hampi gefahren. Auf dem Bahnsteig lernten wir vier tolle Frauen aus Deutschland kennen, die wir sofort sehr sympathisch fanden. Da sie im Abteil neben uns saßen und wir das gleiche Reiseziel hatten, kamen wir schnell ins Gespräch und hatten genug auszutauschen. Die vier Freundinnen erkunden alle zwei Jahre neue Länder und sind neugierig auf tolle Erlebnisse und neue Begegnungen. Nach Vietnam und Chile war dieses Mal Indien an der Reihe. Wir erzählten von unserer Weltreise und gegenseitig waren wir von unseren ähnlichen aber auch unterschiedlichen Unternehmungen begeistert. Eine der vier wohnt mit ihrer Familie in San Jose in Kalifornien und hat uns liebenswerter Weise zu sich eingeladen, wenn wir im nächsten Jahr in der USA sein werden. Wir freuen uns, dass wir auf unserer Reise auch neue Begegnungen machen und Bekanntschaften schließen.
Total beigestert schwelgen wir immer noch in den Erinnerungen an den gestrigen Tag und die Tempelanlagen in Hampi. Das Dorf ist von wahnsinnigen Felslandschaften umgeben und es scheint, als ob die Götter mit den Gesteinsbrocken Murmeln gespielt und diese dort einfachen liegen gelassen haben. Diese Felsen haben die herrschenden Königshäuser im 15. bzw. 16. Jahrhundert genutzt, um hinduistische Tempelanlagen bauen zu lassen. Dazu gehören Steinstatuen ihrer Gottheiten, die aus einzelnen Monolithen gemeißelt wurden und teilweise über 4 m hoch sind. Zu den Gottheiten gehören zwei Ganesh Statuen, was Wiesi sicherlich freuen wird, die jeweils 4,5m bzw 2,5m hoch sind. Dazu gab es andere Gottheiten wie Vishnu und ein heiliger Bulle, die über den Köpfen der Menschen ragen. Wir nahmen uns eine Rikscha und fuhren sämtliche Tempelanlagen ab, die gar kein Ende nehmen wollten.
Es gab so viele schöne Gravuren, Steinsäulenarbeiten und Besonderheiten zu erkunden, dass Hampi zu Recht zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Wir besuchten die Bäder der Könige, die durch ein ausgeklügeltes Wasserleitsystem gefüllt wurden, ehemalige Elefantenställe und Schreine wie den Lotustempel oder den Steinwagen. Zentraler Höhepunkt war sicherlich der Virupaksha Tempel in der Mitte Hampis, der voller gemeißelter Figuren über dem Dörfchen thront. Wir haben so viele Bilder geschossen, dass diese ein einziges Buch füllen könnten, die wir aber niemanden aufzwingen möchten. Hampi hat wieder bewiesen, wie viel Indien zu bieten hat. Wir haben nach den moslemischen Bauten, wie dem Taj Mahal, den christlichen Kirchen in Goa nun mit den hinduistischen Tempeln in Hampi weitere Facetten dieses unglaublich kulturhistorisch reichen Landes gesehen.
Nach diesem tollen Tag sind wir gestern mit dem Nachtzug nach Bangalore gefahren. Es war ein Abenteuer, die Nacht in dem fahrenden Hostel zu verbringen, doch sind wir gut und relativ erholt in der 8 Millionen Metropole angekommen. Wir freuen uns, dass wir hier Joo-Sie, einen Freund aus Deutschland, besuchen und bei ihm bleiben können. Wie er uns verwöhnt und was wir hier und bei einem Ausflug nach Mysore erleben, dass berichten wir dann beim nächsten Mal.
Wir wünschen Euch ein tolles Wochenende!
Liebe Grüße
Anja und Pat
nachdem wir uns leider aus Goa verbaschieden mussten, sind wir vorgestern mit dem Zug weiter nach Hampi gefahren. Auf dem Bahnsteig lernten wir vier tolle Frauen aus Deutschland kennen, die wir sofort sehr sympathisch fanden. Da sie im Abteil neben uns saßen und wir das gleiche Reiseziel hatten, kamen wir schnell ins Gespräch und hatten genug auszutauschen. Die vier Freundinnen erkunden alle zwei Jahre neue Länder und sind neugierig auf tolle Erlebnisse und neue Begegnungen. Nach Vietnam und Chile war dieses Mal Indien an der Reihe. Wir erzählten von unserer Weltreise und gegenseitig waren wir von unseren ähnlichen aber auch unterschiedlichen Unternehmungen begeistert. Eine der vier wohnt mit ihrer Familie in San Jose in Kalifornien und hat uns liebenswerter Weise zu sich eingeladen, wenn wir im nächsten Jahr in der USA sein werden. Wir freuen uns, dass wir auf unserer Reise auch neue Begegnungen machen und Bekanntschaften schließen.
Total beigestert schwelgen wir immer noch in den Erinnerungen an den gestrigen Tag und die Tempelanlagen in Hampi. Das Dorf ist von wahnsinnigen Felslandschaften umgeben und es scheint, als ob die Götter mit den Gesteinsbrocken Murmeln gespielt und diese dort einfachen liegen gelassen haben. Diese Felsen haben die herrschenden Königshäuser im 15. bzw. 16. Jahrhundert genutzt, um hinduistische Tempelanlagen bauen zu lassen. Dazu gehören Steinstatuen ihrer Gottheiten, die aus einzelnen Monolithen gemeißelt wurden und teilweise über 4 m hoch sind. Zu den Gottheiten gehören zwei Ganesh Statuen, was Wiesi sicherlich freuen wird, die jeweils 4,5m bzw 2,5m hoch sind. Dazu gab es andere Gottheiten wie Vishnu und ein heiliger Bulle, die über den Köpfen der Menschen ragen. Wir nahmen uns eine Rikscha und fuhren sämtliche Tempelanlagen ab, die gar kein Ende nehmen wollten.
Es gab so viele schöne Gravuren, Steinsäulenarbeiten und Besonderheiten zu erkunden, dass Hampi zu Recht zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Wir besuchten die Bäder der Könige, die durch ein ausgeklügeltes Wasserleitsystem gefüllt wurden, ehemalige Elefantenställe und Schreine wie den Lotustempel oder den Steinwagen. Zentraler Höhepunkt war sicherlich der Virupaksha Tempel in der Mitte Hampis, der voller gemeißelter Figuren über dem Dörfchen thront. Wir haben so viele Bilder geschossen, dass diese ein einziges Buch füllen könnten, die wir aber niemanden aufzwingen möchten. Hampi hat wieder bewiesen, wie viel Indien zu bieten hat. Wir haben nach den moslemischen Bauten, wie dem Taj Mahal, den christlichen Kirchen in Goa nun mit den hinduistischen Tempeln in Hampi weitere Facetten dieses unglaublich kulturhistorisch reichen Landes gesehen.
Nach diesem tollen Tag sind wir gestern mit dem Nachtzug nach Bangalore gefahren. Es war ein Abenteuer, die Nacht in dem fahrenden Hostel zu verbringen, doch sind wir gut und relativ erholt in der 8 Millionen Metropole angekommen. Wir freuen uns, dass wir hier Joo-Sie, einen Freund aus Deutschland, besuchen und bei ihm bleiben können. Wie er uns verwöhnt und was wir hier und bei einem Ausflug nach Mysore erleben, dass berichten wir dann beim nächsten Mal.
Wir wünschen Euch ein tolles Wochenende!
Liebe Grüße
Anja und Pat
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