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Sonntag, 3. Juli 2011
Aere ra Rarotonga
anjapat, 02:40h
Hallo Ihr Lieben,
während wir diesen Bericht verfassen, feiern einige Collis und Dennis Hochzeit. Wir gratulieren den beiden von ganzen Herzen und wünschen ihnen viel Liebe und unendliche Freude!
Unsere Woche begann mit einem Tauchgang, den wir auf Montag 8:00 Uhr gelegt hatten. Es gab nichts besseres, als mit einem Sprung ins frische Nass in die Woche zu starten. Anja und ich hatten viel Glück, denn wir waren die beiden einzigen, die mit unserem Guide Jethro aus Südafrika und dem Bootsmann Shaun aus Neuseeland Tauchen gingen. Es war in der Nacht sehr windig und die See war ein bisschen unruhig. Die Jungs fanden trotzdem einen halbwegs ruhigen Spot, an dem wir abtauchen konnten.
Während unseres ersten Tauchganges erreichten wir eine Sandbank, an der Eagle-Rochen ihre Runden drehten. In Sydney sahen wir diese graziösen Tiere noch im Aquarium. Hier konnten wir sie in ihrer freien Umgebung beobachten. Sie schwebten elegant und schwerelos im Wasser. Die Wasserbewegungen machten ihren stromlinienförmigen Körpern nichts aus. Auch unsere Anwesenheit störte sie wenig und so drehten sie vor unseren Nasen ihre Runden. Die Unterwasserküste der Insel besteht aus der kristallklaren Lagune, dem Riff und aus einer etwa 200 m breiten und bis zu 30 m tiefen Hartkorallenebene bevor das Meer 4000 m tief abfällt. Wir tauchten bis zur Grenze der Hartkorallen und schauten in die dunkelblaue Unendlichkeit. Dort drehten wir allerdings schnell wieder um, da die Tiefe doch etwas unheimlich war. Auch beim zweiten Tauchgang entdeckten wir ein paar besondere Tiere. Wir sahen unter anderen einen Skorpionfisch, einen seltenen Hummer und eine Grüne Seeschildkröte. Anja und ich erlebten zwei entspannte Tauchgänge, konnte unser Erlerntes anwenden und die schöne Unterwasserwelt genießen.
Das gute Wetter verabschiedete sich am Dienstag und Mittwoch, welches wir nutzten, um Karten zu schreiben, mal wieder unsere ganzen Bilder zu sichern und auch mal ins hiesige Museum zu schauen. Dort erfuhren wir ein bisschen mehr über die Cookinseln und ihre Geschichte. Dort wurde auch über die Geschichte der Marsters berichtet, von der wir schon von Maureen erfahren hatten. Die Familie stammt nämlich von einem englischen Priester ab, der im 19. Jahrhundert in den Südpazifik kam und mit vier Frauen, die 21 Kinder auf die Welt brachten, eine Familiendynastie startete. Seine Regeln verboten, dass Marsters untereinander heiraten durften und so gibt es jetzt über 1000 von ihnen, die auf Rarotonga, in Neuseeland und in Australien leben. Der Mittelpunkt und Hauptwohnsitz der Marsters ist allerdings die Insel Palmerston, auf der momentan 70 Menschen leben. Dieses Atoll ist 2 Flugstunden von Rarotonga entfernt und per Schiff braucht man zweieinhalb Tage. Das wissen wir, da sich eine Tante der Marsters am Dienstag per Schiff nach Palmerston auf den Weg gemacht hat. Sie wird in drei Monaten wieder abgeholt, wenn das nächste Schiff vorbei kommt. Die Verpflegung für diesen Zeitraum mussten die Passagiere jetzt schon mitnehmen, wenn sie nicht nur von Fisch und Reis leben wollten.
An den restlichen Tagen der Woche widmeten wir uns wieder unseren Lieblingsbeschäftigungen. Wir gingen oft Schnorcheln oder entspannten mit unseren Büchern am Strand. Anja sah an meinen großen Augen, dass ich jetzt unbedingt eine Unterwasserkamera brauchte. Ich freute mich wie ein kleiner Junge, als wir uns eine kauften. Seit diesem Zeitpunkt war ich noch weniger aus dem Wasser zu bekommen und war sehr glücklich mit meinem neuen Spielzeug. Wir trafen auf unsere alten Bekannten und grüßten unzählige Muränen (u.a. einer Riesenmuräne und einer Gepunkteten Schlangenmuräne), einigen Oktopussen, Igelfischen, Makrelen, einen Feuerfisch (Lionfish) und den vielen anderen bunten Fischchen. In der Entfernung sah ich eine Riesenmöräne, die einen Kopfdurchmesser von mindestens 20 cm hatte. Sie war riesig und war ungefähr 1,5 m lang. Leider nahm sie Reißaus, als ich um eine Ecke geschwommen kam.
Gestern, am Freitag, wechselten wir das Medium und gingen in die Berge. Anja und ich machten eine Wanderung durch den Wald der Insel. Die Abwechslung tat uns gut und wir kamen durch die Luftfeuchtigkeit und das Kraxeln ganz schön ins Schwitzen. Ziel war der Felsen Needle, der wie eine Nadel aus der Gebirgskette ragt. Nach einer Stunde hatten wir die etwas über 300 Höhenmeter erklommen und genossen die Aussicht über die grünen Berge hin zum blauen Meer, das weiß überschäumte. Beim Abstieg mussten wir ein auf die vielen Wurzeln aufpassen, die als hervorragende Knöchelbrecher fungieren konnten. Wir kamen heil wieder unten an.
Da sich das Wetter gebessert hatte, konnten wir wieder die Sonnenuntergänge genießen. Des Öfteren sahen wir Paul, der mit seinem Boot und einigen Gästen wieder in Richtung orange gefärbten Ball segelte.
Zum Abschied luden wir Maureen und Nana, die Schwester meines Arbeitskollegen, zum Essen ein. Wir bedankten uns, dass wir bei ihnen übernachten durften und sie uns mit Haus und dem Auto verwöhnten. Wir hatten einen schönen Abend und schnatterten und lachten viel. Wie schön ist es, diese lieben Menschen kennen gelernt zu haben. Die Leute hier auf Rarotonga waren alle sehr entspannt. Die schöne Umgebung und das Wetter tragen sicher zu dieser Gelassenheit bei.
Heute morgen sind wir dann doch noch einmal zeitig aufgestanden. Im Gegensatz zu sonst schauten wir uns den Sonnenaufgang an. Auch dieser war wunderschön. Es war herrlich anzuschauen, wie die Strahlen der Sonne durch die Wolken brachen und sich ihren Weg bahnten. Irgendwann hatten sie es geschafft und den Kampf der Giganten für sich entschieden.
Danach organisierten wir uns unser Frühstück auf dem samstäglichen Markt. Wir waren recht früh dort, doch herrschte schon ein geschäftiges Treiben. Die meisten Verkäufer waren noch mit dem Aufbau beschäftigt. Wir konnten uns allerdings schon einen Kaffee, europäische Brötchen, eine Papaya und ein Souvenir kaufen.
Heute Abend fliegen wir weiter und müssen uns leider von dieser schönen Insel verabschieden. Aere ra Rarotonga - Auf Wiedersehen Rarotonga! Sicher werden wir eines Tages wieder her kommen, unsere Freunde besuchen und vor allem wieder Tauchen und Schnorcheln gehen.
Morgen werden wir in Los Angeles ankommen, wo uns Hollywood, Beverly Hills, Malibu Beach aber vor allem der Unabhängigkeitstag erwarten. Wir werden dort eine Woche bleiben, bevor wir zu Freunden nach San Diego fahren.
Wir wünschen euch einen entspannten Sonntag und für die Hochzeitsgänger ein ausnüchterndes Erwachen.
Bis bald
Anja und Patrice
während wir diesen Bericht verfassen, feiern einige Collis und Dennis Hochzeit. Wir gratulieren den beiden von ganzen Herzen und wünschen ihnen viel Liebe und unendliche Freude!
Unsere Woche begann mit einem Tauchgang, den wir auf Montag 8:00 Uhr gelegt hatten. Es gab nichts besseres, als mit einem Sprung ins frische Nass in die Woche zu starten. Anja und ich hatten viel Glück, denn wir waren die beiden einzigen, die mit unserem Guide Jethro aus Südafrika und dem Bootsmann Shaun aus Neuseeland Tauchen gingen. Es war in der Nacht sehr windig und die See war ein bisschen unruhig. Die Jungs fanden trotzdem einen halbwegs ruhigen Spot, an dem wir abtauchen konnten.
Während unseres ersten Tauchganges erreichten wir eine Sandbank, an der Eagle-Rochen ihre Runden drehten. In Sydney sahen wir diese graziösen Tiere noch im Aquarium. Hier konnten wir sie in ihrer freien Umgebung beobachten. Sie schwebten elegant und schwerelos im Wasser. Die Wasserbewegungen machten ihren stromlinienförmigen Körpern nichts aus. Auch unsere Anwesenheit störte sie wenig und so drehten sie vor unseren Nasen ihre Runden. Die Unterwasserküste der Insel besteht aus der kristallklaren Lagune, dem Riff und aus einer etwa 200 m breiten und bis zu 30 m tiefen Hartkorallenebene bevor das Meer 4000 m tief abfällt. Wir tauchten bis zur Grenze der Hartkorallen und schauten in die dunkelblaue Unendlichkeit. Dort drehten wir allerdings schnell wieder um, da die Tiefe doch etwas unheimlich war. Auch beim zweiten Tauchgang entdeckten wir ein paar besondere Tiere. Wir sahen unter anderen einen Skorpionfisch, einen seltenen Hummer und eine Grüne Seeschildkröte. Anja und ich erlebten zwei entspannte Tauchgänge, konnte unser Erlerntes anwenden und die schöne Unterwasserwelt genießen.
Das gute Wetter verabschiedete sich am Dienstag und Mittwoch, welches wir nutzten, um Karten zu schreiben, mal wieder unsere ganzen Bilder zu sichern und auch mal ins hiesige Museum zu schauen. Dort erfuhren wir ein bisschen mehr über die Cookinseln und ihre Geschichte. Dort wurde auch über die Geschichte der Marsters berichtet, von der wir schon von Maureen erfahren hatten. Die Familie stammt nämlich von einem englischen Priester ab, der im 19. Jahrhundert in den Südpazifik kam und mit vier Frauen, die 21 Kinder auf die Welt brachten, eine Familiendynastie startete. Seine Regeln verboten, dass Marsters untereinander heiraten durften und so gibt es jetzt über 1000 von ihnen, die auf Rarotonga, in Neuseeland und in Australien leben. Der Mittelpunkt und Hauptwohnsitz der Marsters ist allerdings die Insel Palmerston, auf der momentan 70 Menschen leben. Dieses Atoll ist 2 Flugstunden von Rarotonga entfernt und per Schiff braucht man zweieinhalb Tage. Das wissen wir, da sich eine Tante der Marsters am Dienstag per Schiff nach Palmerston auf den Weg gemacht hat. Sie wird in drei Monaten wieder abgeholt, wenn das nächste Schiff vorbei kommt. Die Verpflegung für diesen Zeitraum mussten die Passagiere jetzt schon mitnehmen, wenn sie nicht nur von Fisch und Reis leben wollten.
An den restlichen Tagen der Woche widmeten wir uns wieder unseren Lieblingsbeschäftigungen. Wir gingen oft Schnorcheln oder entspannten mit unseren Büchern am Strand. Anja sah an meinen großen Augen, dass ich jetzt unbedingt eine Unterwasserkamera brauchte. Ich freute mich wie ein kleiner Junge, als wir uns eine kauften. Seit diesem Zeitpunkt war ich noch weniger aus dem Wasser zu bekommen und war sehr glücklich mit meinem neuen Spielzeug. Wir trafen auf unsere alten Bekannten und grüßten unzählige Muränen (u.a. einer Riesenmuräne und einer Gepunkteten Schlangenmuräne), einigen Oktopussen, Igelfischen, Makrelen, einen Feuerfisch (Lionfish) und den vielen anderen bunten Fischchen. In der Entfernung sah ich eine Riesenmöräne, die einen Kopfdurchmesser von mindestens 20 cm hatte. Sie war riesig und war ungefähr 1,5 m lang. Leider nahm sie Reißaus, als ich um eine Ecke geschwommen kam.
Gestern, am Freitag, wechselten wir das Medium und gingen in die Berge. Anja und ich machten eine Wanderung durch den Wald der Insel. Die Abwechslung tat uns gut und wir kamen durch die Luftfeuchtigkeit und das Kraxeln ganz schön ins Schwitzen. Ziel war der Felsen Needle, der wie eine Nadel aus der Gebirgskette ragt. Nach einer Stunde hatten wir die etwas über 300 Höhenmeter erklommen und genossen die Aussicht über die grünen Berge hin zum blauen Meer, das weiß überschäumte. Beim Abstieg mussten wir ein auf die vielen Wurzeln aufpassen, die als hervorragende Knöchelbrecher fungieren konnten. Wir kamen heil wieder unten an.
Da sich das Wetter gebessert hatte, konnten wir wieder die Sonnenuntergänge genießen. Des Öfteren sahen wir Paul, der mit seinem Boot und einigen Gästen wieder in Richtung orange gefärbten Ball segelte.
Zum Abschied luden wir Maureen und Nana, die Schwester meines Arbeitskollegen, zum Essen ein. Wir bedankten uns, dass wir bei ihnen übernachten durften und sie uns mit Haus und dem Auto verwöhnten. Wir hatten einen schönen Abend und schnatterten und lachten viel. Wie schön ist es, diese lieben Menschen kennen gelernt zu haben. Die Leute hier auf Rarotonga waren alle sehr entspannt. Die schöne Umgebung und das Wetter tragen sicher zu dieser Gelassenheit bei.
Heute morgen sind wir dann doch noch einmal zeitig aufgestanden. Im Gegensatz zu sonst schauten wir uns den Sonnenaufgang an. Auch dieser war wunderschön. Es war herrlich anzuschauen, wie die Strahlen der Sonne durch die Wolken brachen und sich ihren Weg bahnten. Irgendwann hatten sie es geschafft und den Kampf der Giganten für sich entschieden.
Danach organisierten wir uns unser Frühstück auf dem samstäglichen Markt. Wir waren recht früh dort, doch herrschte schon ein geschäftiges Treiben. Die meisten Verkäufer waren noch mit dem Aufbau beschäftigt. Wir konnten uns allerdings schon einen Kaffee, europäische Brötchen, eine Papaya und ein Souvenir kaufen.
Heute Abend fliegen wir weiter und müssen uns leider von dieser schönen Insel verabschieden. Aere ra Rarotonga - Auf Wiedersehen Rarotonga! Sicher werden wir eines Tages wieder her kommen, unsere Freunde besuchen und vor allem wieder Tauchen und Schnorcheln gehen.
Morgen werden wir in Los Angeles ankommen, wo uns Hollywood, Beverly Hills, Malibu Beach aber vor allem der Unabhängigkeitstag erwarten. Wir werden dort eine Woche bleiben, bevor wir zu Freunden nach San Diego fahren.
Wir wünschen euch einen entspannten Sonntag und für die Hochzeitsgänger ein ausnüchterndes Erwachen.
Bis bald
Anja und Patrice
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Montag, 27. Juni 2011
Zeitreise ins Paradies
anjapat, 01:36h
Anja und ich wollten schon immer eine Zeitreise machen und endlich haben wir es geschafft. Wir sind am Mittwoch, dem 22.06. um 18:30 Uhr in Melbourne abgeflogen und sind nach 24 Stunden reisen, einem Aufenthalt in Auckland am 23.06. und zwei Flügen um 16:30 Uhr am Mittwoch, wieder der 22.06., auf Rarotonga angekommen. Diese ist eine der Cookinseln Inseln im Südpazifik und hält alles, was es verspricht.
Allerdings war die Reise doch etwas anstrengend. Nach der Apré Ski Party haben wir nicht mehr viel in Melbourne angestellt. Zum Einen demobilisierten uns die Nachwehen der Feier. Zum Anderen war es mittlerweile so kühl geworden, dass wir uns nur ungern vor die Tür wagten. Wir drehten jedoch noch einmal eine Abschiedsrunde nach St. Kilda und verabschiedeten uns von den Cafés und meinen Lieblingskneipen. Wir trafen noch einmal unsere Freunde und auch einen meiner ehemaligen Kollegen aus Neuseeland. In der Nacht zum 22. feierten wir in Sally's Geburtstag und überraschten sie mit einem Schokoladen-Gugelhupf, den wir allerdings in einer diesen tollen Bäckereien gekauft hatten.
Am Mittwoch fröstelten wir dann vor Isas und Ryans Haus, bis uns der Shuttlebus zum Flughafen abholte. Obwohl die Aschewolke des chilenischen Vulkanes momentan über Südaustralien schwebt, entschied sich Air New Zealand zu fliegen. Andere Airlines, wie Quantas, hatten sich gegen einen Überflug nach Neuseeland ausgesprochen. Etwas holprig, da wir unterhalb der normalen Flughöhe blieben, kamen wir gegen 1 Uhr nachts in Auckland an. Wir hatten leider 10 Stunden Aufenthalt, da die Flüge nicht anders gelegt werden konnten. Dieser Zeitraum war zu kurz, um vernünftig in ein Hotel einzuchecken, allerdings auch zu lang, um wach zu bleiben. Daher breiteten wir unsere Schlafsäcke auf ein paar Bänken aus und schliefen in der Mitte der Wartehalle. Soweit ist es mit uns gekommen, allerdings sind das die Strapazen des Reisens. Anja konnte nicht wirklich schlafen, während ich in einen wilden Halbschlaf viel. Um 10.30 Uhr ging es dann weiter und wir waren froh, die Nacht überstanden zu haben.
In Rarotonga angekommen waren wir relativ zügig durch die Einwanderungsbehörde gekommen. Wie es sich für eine Südseeinsel gehört, begrüßt uns ein Sänger mit einer Ukulele auf dem Kofferband. Die Musik war sehr unterhaltsam und wir fühlten uns Willkommen. Die Wärme strahlte durch die offenen Fenster und wir vergaßen sofort, dass wir eben noch in der Kälte waren. Anja und ich hätten sich jedoch noch mehr gefreut, wenn unsere Taschen auf dem Kofferband erschienen wären. Die Pause in Auckland war zu lange gewesen und unsere Taschen hatten es nicht in unser Flugzeug geschafft. Es dauerte eine Ewigkeit, bis wir erfuhren, dass unsere Taschen vergessen wurden. Bevor wir die Formalitäten erledigt hatten, waren wir fast die letzten Passagiere im Terminal.
Anja und ich wurden nämlich schon sehnsüchtig erwartet. In der Ankunftshalle begrüßte uns freudig Maureen, die Cousine von Walt Masters, einem Kollegen aus Neuseeland. Wir hatten Walt ja noch in Auckland auf einen Kaffee getroffen. Maureen war spät dran, da es ihr letzter Abend als Präsidentin des lokalen Rotarier-Clubs war. Obwohl wir etwas müde waren, nahm sie uns zur Sitzung mit. Wir begrüßten die anderen Mitglieder und entschieden uns am Tresen für zwei Rum-Cola. Da sich die Sonne senkte, liefen wir bei der erst besten Gelegenheit zum Strand und genossen unseren ersten Sonnenuntergang auf Rarotonga mit kühlen Getränken in der Hand. So hatten wir uns das vorgestellt. Wir durften bei den Rotariern essen und hörten uns geduldig einen Vortrag über die Gesundheit der Männer auf den Cookinseln Inseln an. Wir waren nicht wirklich überrascht, dass die meisten Probleme Alkohol, Bewegungsmangel, Fehlernährung und Übergewicht waren. Allerdings ist es gut, dass jetzt vermehrte Aufklärungsinitiativen gestartet werden, um die Probleme anzugehen. Nach der Sitzung machten wir noch kurz auf einem Nachtmarkt halt, auf dem verschiedene Gruppen traditionelle Tänze aufführten. Maureen brachte uns in ihr zu Hause und bot uns an, im Haus ihrer Eltern zu übernachten. Es ist unglaublich, dass wir unser eigenes Heim beziehen konnten, dass wie ein Wochenendbungalow auf dem Grundstück steht. Wir öffneten unsere Bacardi-Mojito Flasche aus dem Dutie Free Shop und begossen unsere Zeit auf Raro. Anja und ich waren sehr glücklich, in diesem Paradies angekommen zu sein.
Am nächsten Morgen öffneten wir die Tür des Bungalows und strahlten wie das Wetter. Die Sonne schien, es war warm, die Palmen wogen im Wind und Maureen hatten uns ein Auto vor die Tür gestellt. Was? Ja, wir dürfen den Nissan Micra einer Freundin benutzen (Grüße an Wiesi). Diese weiß von ihrem Glück noch nichts, aber das wird schon in Ordnung gehen. In diesem Moment wussten wir wieder, wie verwöhnt wir werden und wie toll es ist, so viele liebe Menschen zu kennen und kennen zu lernen.
Um auf Raro Autofahren zu dürfen, benötigt man allerdings einen Führerschein. Also war die erste Amtshandlung des Tages, mir diese Erlaubnis zu organisieren. Nach 10 Minuten Warten und der Bezahlung von 20 Dollar war ich stolzer Besitzer eines Führerscheins der Cookinseln Inseln. Mittlerweile haben wir die Insel schon zweimal umrundet. Das ist auch nicht schwierig. Rarotonga zu Australiens 33.000 km nur 32km Umfang hat. Da Air New Zealand unsere Taschen nicht mitgeliefert hatte, durften wir uns für 100 Dollar pro Nase Klamotten kaufen. Im ersten Moment hörte sich das nach viel Geld an, jedoch waren diese schnell ausgegeben. Wir freuten uns aber trotzdem, dass wir uns neue Shirts, für Anja einen neuen Bikini und für mich eine neue Badehosen holen konnten.
Nach einem schönen Frühstück beschäftigten wir uns mit unserer Lieblingsaktivität seit unserer Ankunft. Wir gingen Schnorcheln. Die komplette Insel ist von einem Riff umgeben, hinter dem sich eine fantastische Lagune mit türkisem Wasser gebildet hat. Diese ist Kindergarten für die meisten Rifffische. Wir schwammen durch ein Aquarium und bestaunten alte Bekannte.
Ein Flugzeug der Air New Zealand landete am späten Nachmittag mit unseren Taschen an Bord. Allerdings konnten wir diese nicht abholen, da wir für den Abend bereits eine Verabredung hatten. Auf der Rotary-Sitzung hatte uns Paul auf sein Boot eingeladen, um in den Sonnenuntergang zu segeln. Dieses Angebot konnten wir natürlich nicht ausschlagen. Wir schipperten entspannt an der Insel entlang. Wir sahen, wie die Maschine der Air New Zealand vor unseren Augen abhob und dankten ihr, dass sie hoffentlich unsere Taschen gebracht hatte. Auf dem Boot trafen wir Daniela und Martin aus der Schweiz, die wir am Vortag beim Wimpelaustausch der Rotarier kennen gelernt hatten. Wir teilten uns eine Flasche Wein mit den Beiden und ließen den Abend mit einem gemeinsamen Essen ausklingen.
Am Freitag holten wir unsere Taschen ab und freuten uns darüber sehr. Das Wichtigste für uns, waren unsere Flossen. Nachdem wir diese hatten, ließen wir keine Zeit verstreichen wieder in Wasser zu springen. Wir haben mittlerweile verschiedene Schnorchelspots ausprobiert und sind jedes Mal wieder begeistert. Als Höhepunkte haben wir bereits einen Oktopus und zwei Seeschlangen gesehen. An einer Stelle schwammen ungefähr 70 gelbe Falterfische auf uns zu und beäugten uns neugierig. Es war unglaublich! Ein wenig kitzelte es, als sie uns zu knutschen versuchten. Ich hoffe nicht, dass sie mit ihren weichen Lippen abbeißen wollten. Für Montag haben wir bereits zwei Tauchgänge für uns organisiert und können es kaum erwarten.
Da Maureens Grundstück an der Nordwestküste liegt, haben wir ganz kurze Wege, um zum Sonnenuntergang am Meer zu sein. Es ist immer wieder schön, diesem Moment beizuwohnen. Gestern gab es eine Sternfrucht zum Frühstück, die wir vom Baum neben unserem Bungalow gepflückt haben. Zwischen zwei Schnorchelstopps schauten wir uns ein Rugbyspiel an, bei dem Blau gegen Rot gewonnen hat. Leider wissen wir nicht, wie die Teams heißen. Am Abend stürzten wir uns ins Nachtleben. Punkt 24 Uhr ging allerdings das Licht an und wir wurden nach Hause geschickt. Wir hatten unseren Spaß und waren nicht wirklich traurig, dass es ein offizielles Ende gab.
Allerdings hat dieses Paradies auch eine große Schattenseite, an die wir uns noch nicht gewöhnen können. Jede Nacht ab 3 Uhr werden die Hähne munter und schreien über die Insel. Es hört sich wie wilde Indianerstämme an, die das Kriegsbeil ausgegraben haben. Natürlich laufen die Hühner hier frei herum, so dass keiner weiß, zu wem sie gehören und keiner dafür verantwortlich ist. Wir haben herausgefunden, dass unser Nachbar Farmer ist, so dass nicht nur 1 nein auch nicht 2 sondern 5 oder 6 Hähne in unserer Umgebung kreischen. Einige davon sitzen vor unsrem Fenster und ihr Schrei geht durch unser Mark und unsere Knochen. Schlaf ist uns bei diesen vielen Reisen ja noch wichtiger geworden, so dass wir irgendwann am Vormittag wie gerädert aufstehen. Meistens hören sie bei Sonnenaufgang auf, welcher erst gegen 7:00 Uhr ist. Manchmal waren wir froh, wenn das Hundegebell in der Nachbarschaft die Hähne für einen Moment unterbrach. Nach den ersten zwei Nächten hatte ich die Letzte genug und bin auf Jagd gegangen. Der Bauer hatte gestern noch ein Schwein in einen Käfig gezwängt, dessen Stepptanz noch zusätzlich die ganze Nacht polterte. Allerdings habe ich die Hähne in unserer Umgebung nicht erwischt, da sie aufhörten zu krähen, als ich in ihrer unmittelbaren Nähe stand. Jedoch habe ich bei der Dämmerung gesehen, dass sie in den Ästen eines Mangobaums direkt über unserem Schlafzimmer sitzen und sich aufplustern. In der nächsten Nacht werde ich das Kriegsbeil ausgraben und mal schauen, was ich erreiche. Davon berichten wir euch dann nächste Woche.
Bis dahin genießen wir aber weiter unsere Zeit auf Raro und nehmen die Hähne in Kauf. Wir wollen uns ja nicht beschweren, sondern uns auf unsere Tauchgänge morgen freuen.
Beste Grüße
Anja und Patrice
PS: Die Zeitreise bedeutet auch, dass wir später als Europa unterwegs sind. Momentan ist der Zeitunterschied 12 Stunden, glaube ich. Daher könnten wir nach 20 oder 21 Uhr deutscher Zeit auf Skype erscheinen. Allerdings haben wir hier nur begrenzten Internetzugang, so dass wir wahrscheinlich erst nächste Woche, wenn wir in die USA fliegen, erreichbar sind. Dann sind es auch nur noch 9 Stunden Zeitunterschied.
Allerdings war die Reise doch etwas anstrengend. Nach der Apré Ski Party haben wir nicht mehr viel in Melbourne angestellt. Zum Einen demobilisierten uns die Nachwehen der Feier. Zum Anderen war es mittlerweile so kühl geworden, dass wir uns nur ungern vor die Tür wagten. Wir drehten jedoch noch einmal eine Abschiedsrunde nach St. Kilda und verabschiedeten uns von den Cafés und meinen Lieblingskneipen. Wir trafen noch einmal unsere Freunde und auch einen meiner ehemaligen Kollegen aus Neuseeland. In der Nacht zum 22. feierten wir in Sally's Geburtstag und überraschten sie mit einem Schokoladen-Gugelhupf, den wir allerdings in einer diesen tollen Bäckereien gekauft hatten.
Am Mittwoch fröstelten wir dann vor Isas und Ryans Haus, bis uns der Shuttlebus zum Flughafen abholte. Obwohl die Aschewolke des chilenischen Vulkanes momentan über Südaustralien schwebt, entschied sich Air New Zealand zu fliegen. Andere Airlines, wie Quantas, hatten sich gegen einen Überflug nach Neuseeland ausgesprochen. Etwas holprig, da wir unterhalb der normalen Flughöhe blieben, kamen wir gegen 1 Uhr nachts in Auckland an. Wir hatten leider 10 Stunden Aufenthalt, da die Flüge nicht anders gelegt werden konnten. Dieser Zeitraum war zu kurz, um vernünftig in ein Hotel einzuchecken, allerdings auch zu lang, um wach zu bleiben. Daher breiteten wir unsere Schlafsäcke auf ein paar Bänken aus und schliefen in der Mitte der Wartehalle. Soweit ist es mit uns gekommen, allerdings sind das die Strapazen des Reisens. Anja konnte nicht wirklich schlafen, während ich in einen wilden Halbschlaf viel. Um 10.30 Uhr ging es dann weiter und wir waren froh, die Nacht überstanden zu haben.
In Rarotonga angekommen waren wir relativ zügig durch die Einwanderungsbehörde gekommen. Wie es sich für eine Südseeinsel gehört, begrüßt uns ein Sänger mit einer Ukulele auf dem Kofferband. Die Musik war sehr unterhaltsam und wir fühlten uns Willkommen. Die Wärme strahlte durch die offenen Fenster und wir vergaßen sofort, dass wir eben noch in der Kälte waren. Anja und ich hätten sich jedoch noch mehr gefreut, wenn unsere Taschen auf dem Kofferband erschienen wären. Die Pause in Auckland war zu lange gewesen und unsere Taschen hatten es nicht in unser Flugzeug geschafft. Es dauerte eine Ewigkeit, bis wir erfuhren, dass unsere Taschen vergessen wurden. Bevor wir die Formalitäten erledigt hatten, waren wir fast die letzten Passagiere im Terminal.
Anja und ich wurden nämlich schon sehnsüchtig erwartet. In der Ankunftshalle begrüßte uns freudig Maureen, die Cousine von Walt Masters, einem Kollegen aus Neuseeland. Wir hatten Walt ja noch in Auckland auf einen Kaffee getroffen. Maureen war spät dran, da es ihr letzter Abend als Präsidentin des lokalen Rotarier-Clubs war. Obwohl wir etwas müde waren, nahm sie uns zur Sitzung mit. Wir begrüßten die anderen Mitglieder und entschieden uns am Tresen für zwei Rum-Cola. Da sich die Sonne senkte, liefen wir bei der erst besten Gelegenheit zum Strand und genossen unseren ersten Sonnenuntergang auf Rarotonga mit kühlen Getränken in der Hand. So hatten wir uns das vorgestellt. Wir durften bei den Rotariern essen und hörten uns geduldig einen Vortrag über die Gesundheit der Männer auf den Cookinseln Inseln an. Wir waren nicht wirklich überrascht, dass die meisten Probleme Alkohol, Bewegungsmangel, Fehlernährung und Übergewicht waren. Allerdings ist es gut, dass jetzt vermehrte Aufklärungsinitiativen gestartet werden, um die Probleme anzugehen. Nach der Sitzung machten wir noch kurz auf einem Nachtmarkt halt, auf dem verschiedene Gruppen traditionelle Tänze aufführten. Maureen brachte uns in ihr zu Hause und bot uns an, im Haus ihrer Eltern zu übernachten. Es ist unglaublich, dass wir unser eigenes Heim beziehen konnten, dass wie ein Wochenendbungalow auf dem Grundstück steht. Wir öffneten unsere Bacardi-Mojito Flasche aus dem Dutie Free Shop und begossen unsere Zeit auf Raro. Anja und ich waren sehr glücklich, in diesem Paradies angekommen zu sein.
Am nächsten Morgen öffneten wir die Tür des Bungalows und strahlten wie das Wetter. Die Sonne schien, es war warm, die Palmen wogen im Wind und Maureen hatten uns ein Auto vor die Tür gestellt. Was? Ja, wir dürfen den Nissan Micra einer Freundin benutzen (Grüße an Wiesi). Diese weiß von ihrem Glück noch nichts, aber das wird schon in Ordnung gehen. In diesem Moment wussten wir wieder, wie verwöhnt wir werden und wie toll es ist, so viele liebe Menschen zu kennen und kennen zu lernen.
Um auf Raro Autofahren zu dürfen, benötigt man allerdings einen Führerschein. Also war die erste Amtshandlung des Tages, mir diese Erlaubnis zu organisieren. Nach 10 Minuten Warten und der Bezahlung von 20 Dollar war ich stolzer Besitzer eines Führerscheins der Cookinseln Inseln. Mittlerweile haben wir die Insel schon zweimal umrundet. Das ist auch nicht schwierig. Rarotonga zu Australiens 33.000 km nur 32km Umfang hat. Da Air New Zealand unsere Taschen nicht mitgeliefert hatte, durften wir uns für 100 Dollar pro Nase Klamotten kaufen. Im ersten Moment hörte sich das nach viel Geld an, jedoch waren diese schnell ausgegeben. Wir freuten uns aber trotzdem, dass wir uns neue Shirts, für Anja einen neuen Bikini und für mich eine neue Badehosen holen konnten.
Nach einem schönen Frühstück beschäftigten wir uns mit unserer Lieblingsaktivität seit unserer Ankunft. Wir gingen Schnorcheln. Die komplette Insel ist von einem Riff umgeben, hinter dem sich eine fantastische Lagune mit türkisem Wasser gebildet hat. Diese ist Kindergarten für die meisten Rifffische. Wir schwammen durch ein Aquarium und bestaunten alte Bekannte.
Ein Flugzeug der Air New Zealand landete am späten Nachmittag mit unseren Taschen an Bord. Allerdings konnten wir diese nicht abholen, da wir für den Abend bereits eine Verabredung hatten. Auf der Rotary-Sitzung hatte uns Paul auf sein Boot eingeladen, um in den Sonnenuntergang zu segeln. Dieses Angebot konnten wir natürlich nicht ausschlagen. Wir schipperten entspannt an der Insel entlang. Wir sahen, wie die Maschine der Air New Zealand vor unseren Augen abhob und dankten ihr, dass sie hoffentlich unsere Taschen gebracht hatte. Auf dem Boot trafen wir Daniela und Martin aus der Schweiz, die wir am Vortag beim Wimpelaustausch der Rotarier kennen gelernt hatten. Wir teilten uns eine Flasche Wein mit den Beiden und ließen den Abend mit einem gemeinsamen Essen ausklingen.
Am Freitag holten wir unsere Taschen ab und freuten uns darüber sehr. Das Wichtigste für uns, waren unsere Flossen. Nachdem wir diese hatten, ließen wir keine Zeit verstreichen wieder in Wasser zu springen. Wir haben mittlerweile verschiedene Schnorchelspots ausprobiert und sind jedes Mal wieder begeistert. Als Höhepunkte haben wir bereits einen Oktopus und zwei Seeschlangen gesehen. An einer Stelle schwammen ungefähr 70 gelbe Falterfische auf uns zu und beäugten uns neugierig. Es war unglaublich! Ein wenig kitzelte es, als sie uns zu knutschen versuchten. Ich hoffe nicht, dass sie mit ihren weichen Lippen abbeißen wollten. Für Montag haben wir bereits zwei Tauchgänge für uns organisiert und können es kaum erwarten.
Da Maureens Grundstück an der Nordwestküste liegt, haben wir ganz kurze Wege, um zum Sonnenuntergang am Meer zu sein. Es ist immer wieder schön, diesem Moment beizuwohnen. Gestern gab es eine Sternfrucht zum Frühstück, die wir vom Baum neben unserem Bungalow gepflückt haben. Zwischen zwei Schnorchelstopps schauten wir uns ein Rugbyspiel an, bei dem Blau gegen Rot gewonnen hat. Leider wissen wir nicht, wie die Teams heißen. Am Abend stürzten wir uns ins Nachtleben. Punkt 24 Uhr ging allerdings das Licht an und wir wurden nach Hause geschickt. Wir hatten unseren Spaß und waren nicht wirklich traurig, dass es ein offizielles Ende gab.
Allerdings hat dieses Paradies auch eine große Schattenseite, an die wir uns noch nicht gewöhnen können. Jede Nacht ab 3 Uhr werden die Hähne munter und schreien über die Insel. Es hört sich wie wilde Indianerstämme an, die das Kriegsbeil ausgegraben haben. Natürlich laufen die Hühner hier frei herum, so dass keiner weiß, zu wem sie gehören und keiner dafür verantwortlich ist. Wir haben herausgefunden, dass unser Nachbar Farmer ist, so dass nicht nur 1 nein auch nicht 2 sondern 5 oder 6 Hähne in unserer Umgebung kreischen. Einige davon sitzen vor unsrem Fenster und ihr Schrei geht durch unser Mark und unsere Knochen. Schlaf ist uns bei diesen vielen Reisen ja noch wichtiger geworden, so dass wir irgendwann am Vormittag wie gerädert aufstehen. Meistens hören sie bei Sonnenaufgang auf, welcher erst gegen 7:00 Uhr ist. Manchmal waren wir froh, wenn das Hundegebell in der Nachbarschaft die Hähne für einen Moment unterbrach. Nach den ersten zwei Nächten hatte ich die Letzte genug und bin auf Jagd gegangen. Der Bauer hatte gestern noch ein Schwein in einen Käfig gezwängt, dessen Stepptanz noch zusätzlich die ganze Nacht polterte. Allerdings habe ich die Hähne in unserer Umgebung nicht erwischt, da sie aufhörten zu krähen, als ich in ihrer unmittelbaren Nähe stand. Jedoch habe ich bei der Dämmerung gesehen, dass sie in den Ästen eines Mangobaums direkt über unserem Schlafzimmer sitzen und sich aufplustern. In der nächsten Nacht werde ich das Kriegsbeil ausgraben und mal schauen, was ich erreiche. Davon berichten wir euch dann nächste Woche.
Bis dahin genießen wir aber weiter unsere Zeit auf Raro und nehmen die Hähne in Kauf. Wir wollen uns ja nicht beschweren, sondern uns auf unsere Tauchgänge morgen freuen.
Beste Grüße
Anja und Patrice
PS: Die Zeitreise bedeutet auch, dass wir später als Europa unterwegs sind. Momentan ist der Zeitunterschied 12 Stunden, glaube ich. Daher könnten wir nach 20 oder 21 Uhr deutscher Zeit auf Skype erscheinen. Allerdings haben wir hier nur begrenzten Internetzugang, so dass wir wahrscheinlich erst nächste Woche, wenn wir in die USA fliegen, erreichbar sind. Dann sind es auch nur noch 9 Stunden Zeitunterschied.
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Montag, 20. Juni 2011
Auf Wiedersehen Australien
anjapat, 12:05h
Die Zeit ist gekommen, dass wir uns langsam von Australien verabschieden müssen. Anja und ich hatten tolle 2,5 Monate in diesem Land bzw. auf diesem Kontinent. Australien ist riesig und wir haben einiges dieses schönen Landes gesehen. Insgesamt sind wir 18.800 km gefahren bis der Motor unseres Markos überlastet war. Den Verlust unseres Wagens haben wir relativ schnell verkraftet. Wie geschrieben, waren wir auch ein wenig erleichtert, da wir nicht mehr fahren brauchten. In den letzten Tagen war es doch ein bisschen viel gewesen.
Ohne Auto erlebten wir eine neue Freiheit. Wir genossen es, im Gästezimmer der Spataros auszuschlafen, ohne an die Straße zu denken und in den Morgen zu eilen. Jaz, die Tochter, hatte sich schnell an die neuen Mitbewohner gewöhnt. Vor allem stand Anja in ihrer Gunst. Jaz wich keinen Meter von ihr und so spielten die beiden miteinander und sprangen sogar wie wild auf dem Trampolin im Garten herum. Auch Marly, der kleine Hund, war von unserer Anwesenheit begeistert, besonders da er viele Streicheleinheiten von uns erhielt.
Anja und ich fuhren am Dienstag nach Brisbane in die Stadt und liefen entspannt durch die Straßen. Wir wollten in kein Museum, sondern einfach die Zeit genießen. Es war total ungewohnt für uns, so viel Zeit zu haben und keine Kilometer fahren zu müssen. Wir ließen uns am Flußufer des Brisbane River nieder und genossen die Sonne bei einer schönen Tasse Kaffee. Wir liefen durch den Botanischen Garten und kehrten am frühen Abend in ein kleines Restaurant ein, um ein schönes Glas Weißwein zu trinken. Am Abend hatten wir uns mit Roland und seiner Freundin Kate zum Abendessen verabredet. Mit Roland hatte ich damals in Australien studiert. Er ist ein äußerst lustiger Kerl und hat eine reizende Freundin, so dass wir einen sehr schönen Abend verlebten.
Für Mittwoch hatten wir einen Flug nach Sydney gebucht, der allerdings erst am Abend ging. Wir konnten noch einmal laufen gehen, bevor wir unsere Taschen packen mussten. Nach langer Zeit war es das erste Mal wieder, dass wir uns auf unser eigentliches Reisegepäck konzentrieren mussten. Marko mussten wir ja überfallartig verlassen, so dass wir einige Sachen in Ikea- und andere Tüten stecken mussten. Jetzt hieß es aber wieder, jeden überflüssigen Ballast abzuwerfen, was anfangs gar nicht so einfach war. Irgendwann konnten wir aber die Reißverschlüsse unserer Taschen schließen und hatten alles verstaut. Wir verabschiedeten uns von Holly, Jaz und Marly, die uns nicht gehen lassen wollten. Joe brachte uns dankenswerter Weise zum Flughafen und wir verabredeten uns auf ein nächstes Treffen in Deutschland.
Kurz vor Mitternacht erreichten wir unser Hostel in der Innenstadt von Sydney. Wir merkten, dass wir wieder in einer Weltmetropole waren, da viele Nationalitäten um diese Uhrzeit noch auf den Straßen unterwegs waren. Ein Grund war sicherlich das Rugby Spiel zwischen den Bundesstaaten New South Wales und Queensland. Da das Hostel unsere Buchung für ein Doppelzimmer nicht erreicht hatte und alle Zimmer belegt waren, brachten sie uns netter Weise in einem Familienraum unter. Dieses hatte zwei Doppelstockbetten und bot etwas mehr Platz. Allerdings wurden wir dort auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, denn das Hostel hatte seine besten Zeiten schon lange hinter sich, was an den schimmligen Gardinen deutlich wurde. Dies ist allerdings oft der Fall in den großen Städten, so dass uns das nicht wirklich störte. Wir freuten uns über ein eigenes Bad mit Dusche, was wir ja immer mehr zu schätzen wissen. Unsere erste Nacht ließen wir in einem Pub auf der gegenüberliegenden Straße ausklingen.
Das Wetter am Donnerstag war schlecht. Es war kalt, regnete und von der Sonne war nichts zu sehen. Dies motivierte uns nicht wirklich, viel anschauen zu wollen. Außerdem wollten wir uns sowieso nicht so viel anschauen, da die Eintrittspreise bei den meisten Sehenswürdigkeiten bei 30 Dollar aufwärts liegen. Anja und ich entschieden uns, ins Aquarium zu gehen. Unser junges Taucherherz schlug des Öfteren höher und wir erfreuten uns an der Artenvielfalt, die wir aus dem Meer kannten. Höhepunkte des Aquariums sind riesige Becken, unter die man durchlaufen kann. In ihnen befinden sich die Größen der australischen Wasserwelt. Ein Dugong, Seekuh, bewegte ihren massigen Körper elegant im Wasser und verschlang die Salate, die im Becken versenkt worden. In diesem ersten Becken befanden sich auch riesige Rochen, die mit ihren flügelhähnlichen Flossen gemächlich wie Urzeitvögel über unseren Köpfen kreisten. Es war ein tolles Schauspiel. Im zweiten Becken präsentierte sich die Crémè de la Crémè der Haifischzunft. Sie hatten dort den großen grauen Nurse Hai, Schwarz- und Weißspitzen Riffehaie, Leoparden- und Lemonhaie sowie eine Vielzahl anderer kleinerer Haie. Die ruhige Musik die in den Gängen unter den Becken gespielt wurde, versetzte uns in eine Traumwelt und wir schwelgten in den Erinnerungen unserer Tauchgänge. Nach fast 4 Stunden lächelte uns Nemo in zig-facher Ausführung aus Plüsch am Ausgang des Aquariums an. Wir waren begeistert.
Mittlerweile hatte sich das Wetter dahingehend gebessert, dass es nicht mehr regnete. Wir gingen zum Wahrzeichen Sydneys und tranken einen kühlen Weißwein am Fuße des Opernhauses mit Blick auf die berühmte Hafenbrücke. Wir fanden ein kleines, schnuckeliges, italienisches Restaurant und verschlangen die leckere Pasta und Pizza. Wir erinnerten uns daran, dass wir normaler Weise unsere Mahlzeiten auf unserem Kocher zubereitet hätten, was wir jetzt nicht mehr brauchten. Auf dem Rückweg zu unserem Hostel schlenderten wir durch schöne Passagen, was uns sehr an Leipzig erinnerte. Es gab tolle Läden und wir glotzten in die schönen Schaufensterauslagen. In einer Schokolateria besorgten wir uns dann unseren Nachtisch und nahmen ein paar Marzipanstangen sowie Schokopralinen mit. Es war herrlich so entspannt unterwegs zu sein und die Stadt auf diese Weise zu erleben.
Wunderbarer Weise schien am Freitag die Sonne und lachte uns entgegen. Wir genossen jeden wärmenden Strahl, denn der Wind zog ganz schön durch die Stadt und ließ uns frösteln. Kleidungstechnisch sind wir auf sehr kühle Temperaturen nicht vorbereitet, was wir in Sydney spürten. Wir liefen durch den Botanischen Garten, welcher herrlich angelegt ist. Anja rümpfte jedoch ihre Nase, da einige Fledermäuse von den Palmen hingen, die wie ein Paviankäfig rochen. Da die Oper solch eine tolles Gebäude ist, beschlossen wir eine Tour zu machen. Wir wurden in das Innere geführt, schauten uns ein Studio, den Backstagebereich sowie die zwei Konzertsäle an. Es war sehr spannend, hinter die Kulisse schauen zu dürfen. Am Nachmittag trafen wir uns mit einer ehemaligen Praktikanten-Kollegin aus Neuseeland zum Kaffee, bevor wir die Abendgestaltung einleiteten. Wir aßen in einem schönen Thai-Restaurant, dass uns für einen kurzen Moment in die verrückte Khao-San-Road nach Bangkok versetzte, da es so hieß. Danach schauten wir uns den vierten Teil von Fluch der Karibik im Kino an, der recht unterhaltsam war.
Am Samstag ging dann schon unser Flieger wieder nach Melbourne. Natürlich hätte es noch mehrere Ort in Sydney zum Anschauen gegeben, aber wir müssen Dinge einfach auslassen. Wir konnten wieder bei Isa und Ryan schlafen. Wir freuten uns, dass dieses Mal Isa in Melbourne war, da sie gerade von einem Urlaub aus Thailand zurück kam. Allerdings war Ryan in Thailand geblieben, so dass wir beide nicht gemeinsam erleben konnten. Es ist einfach schwierig, diese beiden Energiebündel gemeinsam an einem Ort zu erleben.
Angekommen in Melbourne wartete schon ein Party auf uns. Sally hatte anlässlich ihres Geburtstag eingeladen und das Motto „Aprés Ski“ ausgerufen. Die Temperaturen taten ihr übriges dazu, so dass sich Anja und ich in dicke Klamotten einmummelten. Isa unterstützte uns mit Mützen und Schals, obwohl ich meine Pudelmütze endlich in der Öffentlichkeit präsentieren konnte. Wir hatten eine Menge Spaß, trafen Cormac, Alice und andere Freunde. Isa hatte ordentliche Apré Ski Musik organisiert, so dass wir zum „Roten Pferd“ und anderen Krachern tanzen konnten. Es gab Glühwein und ausreichend Schnäpse, so dass wir die Temperaturen bald vergaßen. Sally hatte ihren Garten mit Bettlaken als Schnee dekoriert, einen Feuerkorb aufgestellt und in der Stube versetzte uns ein Video in die Schneewelten Alaskas. Anja und ich feierten nachträglich die Weihnachtszeit und fühlten, dass wir wieder in der Zivilisation angekommen waren.
Gestern und den heutigen Montag haben wir dann entspannt verbracht. Wir haben alle Zeit der Welt und brauchen nichts für Marko organisieren. In den nächsten Tagen werden wir uns von unseren Leuten hier verabschieden und noch einmal über unsere tolle Zeit in Australien reflektieren.
Am Mittwoch fliegen wir dann nach Rarotonga in der Südsee und hoffen auf wärmeres Wetter. Eine Tauchschule haben wir auch schon gefunden und werden dort sicherlich vorsprechen.
Wir senden Euch die besten Grüße und melden uns dann aus Raro!
Anja und Patrice
Ohne Auto erlebten wir eine neue Freiheit. Wir genossen es, im Gästezimmer der Spataros auszuschlafen, ohne an die Straße zu denken und in den Morgen zu eilen. Jaz, die Tochter, hatte sich schnell an die neuen Mitbewohner gewöhnt. Vor allem stand Anja in ihrer Gunst. Jaz wich keinen Meter von ihr und so spielten die beiden miteinander und sprangen sogar wie wild auf dem Trampolin im Garten herum. Auch Marly, der kleine Hund, war von unserer Anwesenheit begeistert, besonders da er viele Streicheleinheiten von uns erhielt.
Anja und ich fuhren am Dienstag nach Brisbane in die Stadt und liefen entspannt durch die Straßen. Wir wollten in kein Museum, sondern einfach die Zeit genießen. Es war total ungewohnt für uns, so viel Zeit zu haben und keine Kilometer fahren zu müssen. Wir ließen uns am Flußufer des Brisbane River nieder und genossen die Sonne bei einer schönen Tasse Kaffee. Wir liefen durch den Botanischen Garten und kehrten am frühen Abend in ein kleines Restaurant ein, um ein schönes Glas Weißwein zu trinken. Am Abend hatten wir uns mit Roland und seiner Freundin Kate zum Abendessen verabredet. Mit Roland hatte ich damals in Australien studiert. Er ist ein äußerst lustiger Kerl und hat eine reizende Freundin, so dass wir einen sehr schönen Abend verlebten.
Für Mittwoch hatten wir einen Flug nach Sydney gebucht, der allerdings erst am Abend ging. Wir konnten noch einmal laufen gehen, bevor wir unsere Taschen packen mussten. Nach langer Zeit war es das erste Mal wieder, dass wir uns auf unser eigentliches Reisegepäck konzentrieren mussten. Marko mussten wir ja überfallartig verlassen, so dass wir einige Sachen in Ikea- und andere Tüten stecken mussten. Jetzt hieß es aber wieder, jeden überflüssigen Ballast abzuwerfen, was anfangs gar nicht so einfach war. Irgendwann konnten wir aber die Reißverschlüsse unserer Taschen schließen und hatten alles verstaut. Wir verabschiedeten uns von Holly, Jaz und Marly, die uns nicht gehen lassen wollten. Joe brachte uns dankenswerter Weise zum Flughafen und wir verabredeten uns auf ein nächstes Treffen in Deutschland.
Kurz vor Mitternacht erreichten wir unser Hostel in der Innenstadt von Sydney. Wir merkten, dass wir wieder in einer Weltmetropole waren, da viele Nationalitäten um diese Uhrzeit noch auf den Straßen unterwegs waren. Ein Grund war sicherlich das Rugby Spiel zwischen den Bundesstaaten New South Wales und Queensland. Da das Hostel unsere Buchung für ein Doppelzimmer nicht erreicht hatte und alle Zimmer belegt waren, brachten sie uns netter Weise in einem Familienraum unter. Dieses hatte zwei Doppelstockbetten und bot etwas mehr Platz. Allerdings wurden wir dort auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, denn das Hostel hatte seine besten Zeiten schon lange hinter sich, was an den schimmligen Gardinen deutlich wurde. Dies ist allerdings oft der Fall in den großen Städten, so dass uns das nicht wirklich störte. Wir freuten uns über ein eigenes Bad mit Dusche, was wir ja immer mehr zu schätzen wissen. Unsere erste Nacht ließen wir in einem Pub auf der gegenüberliegenden Straße ausklingen.
Das Wetter am Donnerstag war schlecht. Es war kalt, regnete und von der Sonne war nichts zu sehen. Dies motivierte uns nicht wirklich, viel anschauen zu wollen. Außerdem wollten wir uns sowieso nicht so viel anschauen, da die Eintrittspreise bei den meisten Sehenswürdigkeiten bei 30 Dollar aufwärts liegen. Anja und ich entschieden uns, ins Aquarium zu gehen. Unser junges Taucherherz schlug des Öfteren höher und wir erfreuten uns an der Artenvielfalt, die wir aus dem Meer kannten. Höhepunkte des Aquariums sind riesige Becken, unter die man durchlaufen kann. In ihnen befinden sich die Größen der australischen Wasserwelt. Ein Dugong, Seekuh, bewegte ihren massigen Körper elegant im Wasser und verschlang die Salate, die im Becken versenkt worden. In diesem ersten Becken befanden sich auch riesige Rochen, die mit ihren flügelhähnlichen Flossen gemächlich wie Urzeitvögel über unseren Köpfen kreisten. Es war ein tolles Schauspiel. Im zweiten Becken präsentierte sich die Crémè de la Crémè der Haifischzunft. Sie hatten dort den großen grauen Nurse Hai, Schwarz- und Weißspitzen Riffehaie, Leoparden- und Lemonhaie sowie eine Vielzahl anderer kleinerer Haie. Die ruhige Musik die in den Gängen unter den Becken gespielt wurde, versetzte uns in eine Traumwelt und wir schwelgten in den Erinnerungen unserer Tauchgänge. Nach fast 4 Stunden lächelte uns Nemo in zig-facher Ausführung aus Plüsch am Ausgang des Aquariums an. Wir waren begeistert.
Mittlerweile hatte sich das Wetter dahingehend gebessert, dass es nicht mehr regnete. Wir gingen zum Wahrzeichen Sydneys und tranken einen kühlen Weißwein am Fuße des Opernhauses mit Blick auf die berühmte Hafenbrücke. Wir fanden ein kleines, schnuckeliges, italienisches Restaurant und verschlangen die leckere Pasta und Pizza. Wir erinnerten uns daran, dass wir normaler Weise unsere Mahlzeiten auf unserem Kocher zubereitet hätten, was wir jetzt nicht mehr brauchten. Auf dem Rückweg zu unserem Hostel schlenderten wir durch schöne Passagen, was uns sehr an Leipzig erinnerte. Es gab tolle Läden und wir glotzten in die schönen Schaufensterauslagen. In einer Schokolateria besorgten wir uns dann unseren Nachtisch und nahmen ein paar Marzipanstangen sowie Schokopralinen mit. Es war herrlich so entspannt unterwegs zu sein und die Stadt auf diese Weise zu erleben.
Wunderbarer Weise schien am Freitag die Sonne und lachte uns entgegen. Wir genossen jeden wärmenden Strahl, denn der Wind zog ganz schön durch die Stadt und ließ uns frösteln. Kleidungstechnisch sind wir auf sehr kühle Temperaturen nicht vorbereitet, was wir in Sydney spürten. Wir liefen durch den Botanischen Garten, welcher herrlich angelegt ist. Anja rümpfte jedoch ihre Nase, da einige Fledermäuse von den Palmen hingen, die wie ein Paviankäfig rochen. Da die Oper solch eine tolles Gebäude ist, beschlossen wir eine Tour zu machen. Wir wurden in das Innere geführt, schauten uns ein Studio, den Backstagebereich sowie die zwei Konzertsäle an. Es war sehr spannend, hinter die Kulisse schauen zu dürfen. Am Nachmittag trafen wir uns mit einer ehemaligen Praktikanten-Kollegin aus Neuseeland zum Kaffee, bevor wir die Abendgestaltung einleiteten. Wir aßen in einem schönen Thai-Restaurant, dass uns für einen kurzen Moment in die verrückte Khao-San-Road nach Bangkok versetzte, da es so hieß. Danach schauten wir uns den vierten Teil von Fluch der Karibik im Kino an, der recht unterhaltsam war.
Am Samstag ging dann schon unser Flieger wieder nach Melbourne. Natürlich hätte es noch mehrere Ort in Sydney zum Anschauen gegeben, aber wir müssen Dinge einfach auslassen. Wir konnten wieder bei Isa und Ryan schlafen. Wir freuten uns, dass dieses Mal Isa in Melbourne war, da sie gerade von einem Urlaub aus Thailand zurück kam. Allerdings war Ryan in Thailand geblieben, so dass wir beide nicht gemeinsam erleben konnten. Es ist einfach schwierig, diese beiden Energiebündel gemeinsam an einem Ort zu erleben.
Angekommen in Melbourne wartete schon ein Party auf uns. Sally hatte anlässlich ihres Geburtstag eingeladen und das Motto „Aprés Ski“ ausgerufen. Die Temperaturen taten ihr übriges dazu, so dass sich Anja und ich in dicke Klamotten einmummelten. Isa unterstützte uns mit Mützen und Schals, obwohl ich meine Pudelmütze endlich in der Öffentlichkeit präsentieren konnte. Wir hatten eine Menge Spaß, trafen Cormac, Alice und andere Freunde. Isa hatte ordentliche Apré Ski Musik organisiert, so dass wir zum „Roten Pferd“ und anderen Krachern tanzen konnten. Es gab Glühwein und ausreichend Schnäpse, so dass wir die Temperaturen bald vergaßen. Sally hatte ihren Garten mit Bettlaken als Schnee dekoriert, einen Feuerkorb aufgestellt und in der Stube versetzte uns ein Video in die Schneewelten Alaskas. Anja und ich feierten nachträglich die Weihnachtszeit und fühlten, dass wir wieder in der Zivilisation angekommen waren.
Gestern und den heutigen Montag haben wir dann entspannt verbracht. Wir haben alle Zeit der Welt und brauchen nichts für Marko organisieren. In den nächsten Tagen werden wir uns von unseren Leuten hier verabschieden und noch einmal über unsere tolle Zeit in Australien reflektieren.
Am Mittwoch fliegen wir dann nach Rarotonga in der Südsee und hoffen auf wärmeres Wetter. Eine Tauchschule haben wir auch schon gefunden und werden dort sicherlich vorsprechen.
Wir senden Euch die besten Grüße und melden uns dann aus Raro!
Anja und Patrice
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