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Montag, 8. August 2011
Man soll die Feste feiern
anjapat, 08:30h
wie sie fallen. Es ist Sonntagabend und wir sitzen in einem Hotel in der Bay Area in der Nähe San Franciscos.
Wie im letzten Bericht angekündigt, hatten wir unseren letzten Abend an der Westseite des Yosemite Nationalparkes, bevor wir am Montag auf die andere Seite gefahren sind. Dort befindet sich das Yosemite Valley, welches der Namensgeber für den Park ist. Das Tal wurde durch riesige Gletscher geformt, die sich tief in den grauen Granit gefressen haben. Dadurch sind steile Klippen entstanden, von denen sich die höchsten Wasserfälle der USA stürzen, die zu den 10 höchsten der Welt gehören. Diese drei Fälle sind der Yosemite, Bridalvail und der Sentinel Wasserfall. Um es kurz zu machen, die Landschaft war traumhaft schön. Wir sind mit unserem Auto durchs Tal gefahren und konnten nur staunen. Es erinnerte an eine Märchenlandschaft, als wir von einem Rastplatz ins Tal schauten. Die Wasserfälle waren noch beeindruckender, als wir mehr oder weniger vor ihnen standen. Die Landschaft war wunderschön, allerdings war sie auch von Menschen vollgestopft. Anja und ich konnten diesen Auflauf nicht lange ertragen und nahmen nach 20 Minuten am Yosemite Wasserfall reiß aus. Obwohl es dort toll war, brauchten wir etwas ruhiges.
Wir entschieden uns, den Nationalpark zu verlassen und uns ein ruhiges Plätzchen auf dem Weg nach San Francisco zu finden. Die Stadt war zwar nur 4 Stunden entfernt, aber wir hatten drei Tage Zeit, bis wir dort ankommen wollten. In der kleinen, niedlichen Stadt Mariposa machten wir eine Kaffeepause und gingen ins Touristenbüro. Hinter den Damen hing eine Karte und wir zeigten auf ein Zeltzeichen an einem See. Dort wollten wir übernachten und erhielten die Infos zu dem Campingplatz. Diese Freiheit hatten wir gesucht, einfach dort zu übernachten, wo unsere Nase uns hinführte.
Eine halbe Stunde später erreichten wir unseren Lagerplatz für die nächsten drei Nächte. Der Campingplatz lag am See McSwain und war kaum bevölkert. Es war herrlich ruhig und wir freuten uns auf die nächsten drei Tage. Dort waren die Temperaturen den ganzen Tag über sehr heiß gewesen, so dass wir uns aufs Schwimmen freuten. Allerdings wurde der Stausee direkt vom Fluss Merced gespeichert, der seinen Ursprung im Yosemitetal hatte und eiskaltes Bergwasser führte. Daher kühlte es zwar sehr gut ab, lange konnte ich aber nicht drin bleiben. Die umliegenden Felder wurden als Weideland genutzt und mit ein paar Bäumen bepflanzt, welche stark an die afrikanische Savanne erinnerte. Wir fühlten uns irgendwie heimisch.
Am Abend kühlten sich die Temperaturen auf angenehme 27 Grad ab, so dass wir lange draußen sitzen konnten. Bevor wir in unser Zelt verschwanden, war es sogar noch kühler, so dass wir uns auf drei angenehme Nächte freuten. Es war nicht heiß, wie in der Wüste, noch äußerst frisch, wie im Yosemite. Ich nehme voraus, dass es drei etwas unentspanntere Nächte wurden. In der ersten Nacht verlor unser Bett Luft, so dass wir irgendwann auf dem Fußboden lagen. Gut das der nächste Walmart in der Nähe war und wir sie am nächsten Tag austauschen konnten. In der zweiten Nacht entschied sich ein Käfer, direkt am Kopfende unter unserem Zelt auf Entdeckungsreise zu gehen. Da wir nicht wussten, ob es sich um eine Maus oder ein anderes kriechendes Tier handelte, und obwohl wir mehrmals checkten aber nichts sahen, war unser Schlaf nicht der tiefste. Am Mittwoch, unserem letzten Abend, hatten mehrere Großfamilien ihre Zelte aufgeschlagen, die ungefähr 30 Kinder im Schlepptau hatten. Wie erwartet, waren die letzten gegen 3 Uhr im Bett und die ersten beim Sonnenaufgang wieder auf den Füßen. Aber wir hatten es geschafft und freuten uns jetzt auf unser Hotel.
Ansonsten haben wir an den Tagen nicht viel gemacht. Wir entspannten und lasen viel. Entweder hingen wir faul auf unseren Stühlen oder wir lagen im Zelt und waren in unsere Bücher vertieft. Es war herrlich, nichts auf dem Plan zu haben. Am zweiten Abend grillten wir zur Abwechslung mal wieder und konnten unser Bier dankenswerter Weise im See kühlen. Wir machten Abendspaziergänge oder gingen laufen wenn es nicht zu heiß war, und schauten uns den Sonnenuntergang über dem Stausee an.
Am Freitag stand dann der Höhepunkt der Woche an. Mein ehemaliger Studikollege Atanas aus Bulgarien hatte uns zu seiner Hochzeit eingeladen. Wir freuten uns, dass wir diesen besonderen Tag miterleben konnten. Das hätten wir auf unserer Reise nicht gedacht, dass wir einer Hochzeit eines Freundes beiwohnen. Endlich konnten wir uns mal wieder aufbrezeln. Anja und ich hatten eine Menge Spass, mal etwas anderes als Flip Flops und Trekkinghosen anzuziehen. Das Wetter war herrlich und die Zeremonie im Hof eines Hotels sehr schön. Der Pfarrer hatte die richtigen Worte gefunden, denn das Brautpaar sagte „Ja“ zueinander und küsste sich. Auf der Feier trafen wir Florian und Frau Masami sowie Stella und Ehemann Michael weitere meiner ehemaligen Unimitstreiter. Es war toll, Flo uns Stella nach langer Zeit wieder zu sehen. Flo hatte ich vor vier Jahren und Stella vor unglaublichen 7 Jahren das letzte Mal getroffen. Anja und ich hatten einen Riesenspaß und waren auch schnell auf der Tanzfläche unterwegs. Wir genossen die Musik und die Party. Da die Hochzeit um 23 Uhr endete, verlagerten wir die Tanzeinlagen in einen benachbarten Stadtteil mit Bars und Clubs. Man munkelt, dass es dort weiter feucht-fröhlich zuging.
Heute, am Sonntag, waren wir kurz in San Francisco unterwegs und haben uns einen Überblick verschafft. In den nächsten Tagen werden wir ein bisschen mehr in die Stadt eintauchen und davon beim nächsten Mal berichten.
Lasst es euch gut gehen und bis bald
Anja und Patrice
Wie im letzten Bericht angekündigt, hatten wir unseren letzten Abend an der Westseite des Yosemite Nationalparkes, bevor wir am Montag auf die andere Seite gefahren sind. Dort befindet sich das Yosemite Valley, welches der Namensgeber für den Park ist. Das Tal wurde durch riesige Gletscher geformt, die sich tief in den grauen Granit gefressen haben. Dadurch sind steile Klippen entstanden, von denen sich die höchsten Wasserfälle der USA stürzen, die zu den 10 höchsten der Welt gehören. Diese drei Fälle sind der Yosemite, Bridalvail und der Sentinel Wasserfall. Um es kurz zu machen, die Landschaft war traumhaft schön. Wir sind mit unserem Auto durchs Tal gefahren und konnten nur staunen. Es erinnerte an eine Märchenlandschaft, als wir von einem Rastplatz ins Tal schauten. Die Wasserfälle waren noch beeindruckender, als wir mehr oder weniger vor ihnen standen. Die Landschaft war wunderschön, allerdings war sie auch von Menschen vollgestopft. Anja und ich konnten diesen Auflauf nicht lange ertragen und nahmen nach 20 Minuten am Yosemite Wasserfall reiß aus. Obwohl es dort toll war, brauchten wir etwas ruhiges.
Wir entschieden uns, den Nationalpark zu verlassen und uns ein ruhiges Plätzchen auf dem Weg nach San Francisco zu finden. Die Stadt war zwar nur 4 Stunden entfernt, aber wir hatten drei Tage Zeit, bis wir dort ankommen wollten. In der kleinen, niedlichen Stadt Mariposa machten wir eine Kaffeepause und gingen ins Touristenbüro. Hinter den Damen hing eine Karte und wir zeigten auf ein Zeltzeichen an einem See. Dort wollten wir übernachten und erhielten die Infos zu dem Campingplatz. Diese Freiheit hatten wir gesucht, einfach dort zu übernachten, wo unsere Nase uns hinführte.
Eine halbe Stunde später erreichten wir unseren Lagerplatz für die nächsten drei Nächte. Der Campingplatz lag am See McSwain und war kaum bevölkert. Es war herrlich ruhig und wir freuten uns auf die nächsten drei Tage. Dort waren die Temperaturen den ganzen Tag über sehr heiß gewesen, so dass wir uns aufs Schwimmen freuten. Allerdings wurde der Stausee direkt vom Fluss Merced gespeichert, der seinen Ursprung im Yosemitetal hatte und eiskaltes Bergwasser führte. Daher kühlte es zwar sehr gut ab, lange konnte ich aber nicht drin bleiben. Die umliegenden Felder wurden als Weideland genutzt und mit ein paar Bäumen bepflanzt, welche stark an die afrikanische Savanne erinnerte. Wir fühlten uns irgendwie heimisch.
Am Abend kühlten sich die Temperaturen auf angenehme 27 Grad ab, so dass wir lange draußen sitzen konnten. Bevor wir in unser Zelt verschwanden, war es sogar noch kühler, so dass wir uns auf drei angenehme Nächte freuten. Es war nicht heiß, wie in der Wüste, noch äußerst frisch, wie im Yosemite. Ich nehme voraus, dass es drei etwas unentspanntere Nächte wurden. In der ersten Nacht verlor unser Bett Luft, so dass wir irgendwann auf dem Fußboden lagen. Gut das der nächste Walmart in der Nähe war und wir sie am nächsten Tag austauschen konnten. In der zweiten Nacht entschied sich ein Käfer, direkt am Kopfende unter unserem Zelt auf Entdeckungsreise zu gehen. Da wir nicht wussten, ob es sich um eine Maus oder ein anderes kriechendes Tier handelte, und obwohl wir mehrmals checkten aber nichts sahen, war unser Schlaf nicht der tiefste. Am Mittwoch, unserem letzten Abend, hatten mehrere Großfamilien ihre Zelte aufgeschlagen, die ungefähr 30 Kinder im Schlepptau hatten. Wie erwartet, waren die letzten gegen 3 Uhr im Bett und die ersten beim Sonnenaufgang wieder auf den Füßen. Aber wir hatten es geschafft und freuten uns jetzt auf unser Hotel.
Ansonsten haben wir an den Tagen nicht viel gemacht. Wir entspannten und lasen viel. Entweder hingen wir faul auf unseren Stühlen oder wir lagen im Zelt und waren in unsere Bücher vertieft. Es war herrlich, nichts auf dem Plan zu haben. Am zweiten Abend grillten wir zur Abwechslung mal wieder und konnten unser Bier dankenswerter Weise im See kühlen. Wir machten Abendspaziergänge oder gingen laufen wenn es nicht zu heiß war, und schauten uns den Sonnenuntergang über dem Stausee an.
Am Freitag stand dann der Höhepunkt der Woche an. Mein ehemaliger Studikollege Atanas aus Bulgarien hatte uns zu seiner Hochzeit eingeladen. Wir freuten uns, dass wir diesen besonderen Tag miterleben konnten. Das hätten wir auf unserer Reise nicht gedacht, dass wir einer Hochzeit eines Freundes beiwohnen. Endlich konnten wir uns mal wieder aufbrezeln. Anja und ich hatten eine Menge Spass, mal etwas anderes als Flip Flops und Trekkinghosen anzuziehen. Das Wetter war herrlich und die Zeremonie im Hof eines Hotels sehr schön. Der Pfarrer hatte die richtigen Worte gefunden, denn das Brautpaar sagte „Ja“ zueinander und küsste sich. Auf der Feier trafen wir Florian und Frau Masami sowie Stella und Ehemann Michael weitere meiner ehemaligen Unimitstreiter. Es war toll, Flo uns Stella nach langer Zeit wieder zu sehen. Flo hatte ich vor vier Jahren und Stella vor unglaublichen 7 Jahren das letzte Mal getroffen. Anja und ich hatten einen Riesenspaß und waren auch schnell auf der Tanzfläche unterwegs. Wir genossen die Musik und die Party. Da die Hochzeit um 23 Uhr endete, verlagerten wir die Tanzeinlagen in einen benachbarten Stadtteil mit Bars und Clubs. Man munkelt, dass es dort weiter feucht-fröhlich zuging.
Heute, am Sonntag, waren wir kurz in San Francisco unterwegs und haben uns einen Überblick verschafft. In den nächsten Tagen werden wir ein bisschen mehr in die Stadt eintauchen und davon beim nächsten Mal berichten.
Lasst es euch gut gehen und bis bald
Anja und Patrice
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