Donnerstag, 20. Januar 2011
Hai in Sicht und Nemo auch
anjapat, 14:28h
Letztes Wochenende hieß es, von der schönen Tanote Bucht auf Koh Tao Abschied zu nehmen. Ich nutzte den Samstag noch einmal, um Schnorcheln zu gehen, da es Schwarzspitzenriffhaie an unserem Hausriff gab. Leider zeigten sich die Burschen nicht. Anja und ich genossen am Nachmittag noch einmal die Aussicht von einem höheren Punkt bei ein paar kühlen Getränken.
Das Schöne an Inseln sind vor allem das omnipräsente, klare Wasser und die tollen Strände. Der Nachteil ist, dass man sie wenn nicht fliegend dann nur über diesem Wasser per Boot erreichen kann. Unsere Hinfahrt hatten wir ja schon geschildert. Nunja, die Rückfahrt war nicht weniger schlimm, nur dauerte sie nicht so lange. Wir bestiegen unsere etwas kleinere Fähre und schon konnte es losgehen. Der Wellengang war wie beim ersten Mal, so dass wir hin und her geschaukelt wurden. Gott sei Dank gab es kein Gewitter, allerdings hatten wir eine Eintrittskarte zum Wettbewerb "Wer übergibt sich als Erstes" gelöst. Nach einer halben Stunde hielten sich die Mägen der ersten Mitstreiter nicht mehr zurück. Eine kleine Irin, die neben uns saß, musste sage und schreibe drei Mal hintereinander ihre Tüte benutzen. Den internen Wettstreit "Wer blasser um die Nase im Vergleich zum Ausgangszustand ist?" hatte ich von uns beiden gewonnen. Nach eineinhalb Stunden kamen die Einschläge immer näher, doch plötzlich hatten sich unsere Mägen an das Schaukeln gewöhnt und wir brachten die Fahrt, ohne eine Tüte begrauchen zu müssen, zu Ende. Ob wir damit wohl in die nächste Runde eingezogen waren?
Jedenfalls wurden wir in Chumphon zum Bahnhof gebracht und warteten auf unseren Nachtzug. Wir fanden ein kleines Restaurant in der Nähe, in dem es ein gutes Schweineschnitzel gab. Es war zwar blöd, dass wir an unserem letzten Abend ein deutsches Gericht in Thailand aßen, aber wir hatten in den letzten Wochen ausreichend thailändisch gespeist. Der Nachtzug brachte uns dann auch sicher in den Süden nach Sungai Kolok. Diese Region gilt im Allgemeinen als etwas unsicher, da dort muslimische Thais auf die vornehmlich in Thailand lebenden Buddhisten treffen. Oft gibt es gewaltsame Auseinandersetzungen, welche durch Schießstände an den Strassen sichtbar waren. Wir bekamen allerdings davon nichts mit und nahmen uns am Bahnhof ein Tuk-Tuk, dass uns an die Grenze brachte.
Die Ausreise aus Thailand dauerte etwas, da die Grenzer erstmal die richtigen Stempel suchen mussten. Danach liefen wir aber total entspannt über die Grenze in Richtung Malaysia. Wie einfach doch ein Landeswechsel funktionieren kann. Auf malaysischer Seite wurden wir freundlich von einem Grenzer emfangen und durften die Einreisepapiere ausfüllen. Er drückte uns ein Aufenthaltsvisum für 90 Tage in unsere Pässe und hieß uns freundlich Willkommen. In Thailand hatten wir für eine Verlängerung von 7 Tagen unglaubliche 50€ pro Nase bezahlen müssen. Da zeigte sich wieder der Unterschied, wie unterschiedlich Touristen behandelt werden.
Hinter der Grenze trafen wir auf einen Taxifahrer, der uns für das Geld Nach Kuala Besut brachte, von dem wir auch gelesen hatten. Wir brauchten nicht zu verhandeln, sondern bezahlten das, was normalerweise üblich ist. In Kuala Besut wollten wir auf die Perhentian Inseln übersetzen, wussten aber nicht, ob diese überhaupt angesteuert werden, da die Saison erst im Feburar beginnt. Wir hatten Glück, denn einige Resorts hatten angeblich auf den Inseln geöffnet. Welche konnte uns aber niemand sagen. Allerdings hatten wir auch Pech, denn an diesem Tag fuhr kein Boot mehr. So kamen wir in den Genuss, im besten Hotel der Stadt zu übernachten, dass uns allerdings in alte Zeiten versetzte. Es war seit Jahren nicht mehr renoviert worden.
Kuala Besut wird in unserem Reiseführer während der Hauptsaison als verschlafenes Fischerdörfchen beschrieben. Ihr könnt euch sicher vorstellen, was dort los war, da wir ja vor der Vorsaison dort waren. Nichts! Die meisten Rolläden waren unter, so dass auch die meisten Reisebüros bzw. Resortbüros auch geschlossen hatten. Telefonisch erreichten wir auf den Inseln auch niemanden. Ein Reisebüro war dann doch noch geöffnet und die Dame war so nett, bei einem Resort anzurufen und nach den Preisen zu fragen. So hätten wir wenigstens eine Anlaufstelle. Abends waren wir die einzigen Touristen, die wir sahen. Am Morgen trafen wir auf zwei Paare, die wohl gerade von den Inseln kamen. Es ging also doch etwas. An der Fährstation warteten wir dann geduldig, bis wir endlich auf ein kleines Boot gebracht wurden, welches die Inseln ansteuern würde. Die Inselgruppe besteht aus zwei Hauptinseln. Während wir auf der größeren angerufen hatten, meinte der Bootsmann, dass er nur die Kleinere ansteuern würde. OK, wir mussten also unser Glück dort probieren.
Ein bisschen hatten wir vergessen, dass wieder eine Bootsfahrt bevorstand. Dieses Mal sollte es aber nur 1h Stunde dauern. Als wir den Hafen verließen, wurde unser Kapitän dann doch etwas von den Wellen überrascht. Da Anja und ich relativ weit vor saßen, bekamen wir natürlich davon am meisten mit. Eine Welle war so groß, dass Anja neben mir im Boot schwebte. Wir knallten auf das Wasser, als ob wir mit einer Euro-Palette von einer Garage gesprungen wären. Anja schmerzte der Rücken. So langsam hatten wir von den Bootsfahrten genug.
Als wir auf der kleineren Insel angekommen waren, die übrigens Perhentian Kecil heisst, sind wir gleich in das erste Resort rein und haben nach einer freien Hütte gefragt. Natürlich hatten sie genug freie ihre 99 Hütten. Ein großer Vorteil ist, wenn man vor der Vorsaison kommt. Da sind die Preise im Keller. So bekamen wir 66% Rabatt und zogen freudestrahlend ein. Es war schon ein wenig komisch, als wir durch die gespenstig allein gelassene Anlage liefen. Wir sahen nur, dass eine weitere Hütte belegt war. Dies sollte sich im Laufe der Tage auf weitere 5 erhöhen, für den Anfang war das aber sensationell.
Ein weiter Vorteil dieses Zeitpunktes war, dass auch die Strände unbesucht sind. Anja und ich konnten es kaum erwarten, uns unter die Palmen zu legen. Die Perhentian Inseln sind auch ein Mekka für Taucher, also versprachen die Riffs vor der Küste einiges. Wir entschieden uns allerdings gegen das Tauchen, da die Sicht noch nicht sehr gut sein sollte. Ich lieh mir etwas Schnorchelzeug aus und ging ins Wasser, um die Riffs vor der Küste zu sichten. Es dauerte auch nicht lange und ich sah die üblichen verdächtigen Fische herumschwimmen. Plötzlich erspähte ich in meinem Augenwinkel einen relativ großen Genossen. Ich erkannte die schwarze Spitze seiner Flosse und mir wurde klar, dass es ein Schwarzspitzriffhai war. Er hatte sich allerdings genau so erschrocken, mich zu sehen, und brauste davon. Mein Herz schlug höher und ich musste mir einreden, dass diese Art von Haie nicht gefährlich ist. Das hatte ich ja im Tauchkurs gelernt. Ich beruhigte mich und schnorchelte weiter. Da sah ich, wie mich ein kleiner Anemonenfisch ala Nemo aus derselbigen anschaute. Natürlich sind sie niedlich, besonders da wir erst vor ein paar Wochen den Film gesehen hatten. Ich sah noch weitere und berichtete Anja stolz von meinen Erkundungen. Beim zweiten Schorchelgang traf ich dann allerdings auf einen etwas größeren Riffhai, der mir ruhig entgegenkreuzte. Da die Sicht nur drei Meter betrug, wusste ich, wie nah er mir gekommen war. Das war mir dann fürs erste Mal doch ein wenig zu nah und ich machte, dass ich näher an die Küste kam.
Hier auf Kecil hatten wir es endlich geschafft, mal wieder an einer schönen Westküste einer Insel unterzukommen. So konnten wir abends herrliche Sonnenuntergänge beobachten. Obwohl es Anjas Rücken noch nicht blendend ging, sind wir gestern mit dem Boot auf die größere Insel, namens Besar, übergesetzt und haben uns dort umgeschaut. Wir besuchten auch das Resort, dass wir angerufen hatten und aßen zumindest dort. Wir bestellten wohl die erste Pizza der Saison und der Ofen war wohl bisher noch nicht befeuert worden, jedenfalls war unsere Bestellung über 45 min in der Röhre. Trotzdem war sie nicht ganz durch. Wir aßen sie aber trotzdem.
Heute wollten wir einen Ruhetag einlegen, aber es kam nicht ganz dazu. Obwohl wir ausreichend ausgeschlafen hatten, erkundeten wir ein bisschen die Insel . Manchmal erschraken die Warane, die sich am Wegesrand sonnten und flüchteten ins Unterholz, so dass wir auch einen Schreck bekamen. Wir liefen um die Südspitze bis zum Hauptanlegepunkt und einem Dörfchen. Das dauerte allerdings geschlagene zwei Stunden. Dort angekommen wollten wir eine andere Route gehen und es kam, wie es kommen musste. Nach einem Drittel des neuen Weges hatte ein Erdrutsch sämtliche Markierungen weggerissen. Da wir nicht umkehren und den ganzen Weg zurückgehen wollten, fingen wir an, über das Geröll, die Erdmassen, Palmenblättern und Kokosnüssen zu klettern. Die Spinnen und ihre Netze waren dabei das kleinere Übel. Schlimmer waren die Mücken, die sich vor allem auf Anja stürzten. Nach einer Weile erkannten wir, dass es keinen Zweck hatte. Wir sahen das Ende des Erdrutsches und die Weiterführung des Weges nicht und mussten uns geschlagen geben. Wir kehrten um und trampelten die ganze Strecke zurück. Obwohl es ein schöner Gang und Abenteuer war, hätte er für unseren Ruhetag etwas entspannter sein können.
Morgen werden wir zurück ans Festland fahren und vorerst unsere letzte Bootsfahrt hinter uns bringen. Abends geht es dann weiter mit dem Nachtbus in die Hauptstadt Malaysias nach Kuala Lumpur, worüber wir beim nächsten Mal berichten.
Beste Grüße
Anja und Patrice
Das Schöne an Inseln sind vor allem das omnipräsente, klare Wasser und die tollen Strände. Der Nachteil ist, dass man sie wenn nicht fliegend dann nur über diesem Wasser per Boot erreichen kann. Unsere Hinfahrt hatten wir ja schon geschildert. Nunja, die Rückfahrt war nicht weniger schlimm, nur dauerte sie nicht so lange. Wir bestiegen unsere etwas kleinere Fähre und schon konnte es losgehen. Der Wellengang war wie beim ersten Mal, so dass wir hin und her geschaukelt wurden. Gott sei Dank gab es kein Gewitter, allerdings hatten wir eine Eintrittskarte zum Wettbewerb "Wer übergibt sich als Erstes" gelöst. Nach einer halben Stunde hielten sich die Mägen der ersten Mitstreiter nicht mehr zurück. Eine kleine Irin, die neben uns saß, musste sage und schreibe drei Mal hintereinander ihre Tüte benutzen. Den internen Wettstreit "Wer blasser um die Nase im Vergleich zum Ausgangszustand ist?" hatte ich von uns beiden gewonnen. Nach eineinhalb Stunden kamen die Einschläge immer näher, doch plötzlich hatten sich unsere Mägen an das Schaukeln gewöhnt und wir brachten die Fahrt, ohne eine Tüte begrauchen zu müssen, zu Ende. Ob wir damit wohl in die nächste Runde eingezogen waren?
Jedenfalls wurden wir in Chumphon zum Bahnhof gebracht und warteten auf unseren Nachtzug. Wir fanden ein kleines Restaurant in der Nähe, in dem es ein gutes Schweineschnitzel gab. Es war zwar blöd, dass wir an unserem letzten Abend ein deutsches Gericht in Thailand aßen, aber wir hatten in den letzten Wochen ausreichend thailändisch gespeist. Der Nachtzug brachte uns dann auch sicher in den Süden nach Sungai Kolok. Diese Region gilt im Allgemeinen als etwas unsicher, da dort muslimische Thais auf die vornehmlich in Thailand lebenden Buddhisten treffen. Oft gibt es gewaltsame Auseinandersetzungen, welche durch Schießstände an den Strassen sichtbar waren. Wir bekamen allerdings davon nichts mit und nahmen uns am Bahnhof ein Tuk-Tuk, dass uns an die Grenze brachte.
Die Ausreise aus Thailand dauerte etwas, da die Grenzer erstmal die richtigen Stempel suchen mussten. Danach liefen wir aber total entspannt über die Grenze in Richtung Malaysia. Wie einfach doch ein Landeswechsel funktionieren kann. Auf malaysischer Seite wurden wir freundlich von einem Grenzer emfangen und durften die Einreisepapiere ausfüllen. Er drückte uns ein Aufenthaltsvisum für 90 Tage in unsere Pässe und hieß uns freundlich Willkommen. In Thailand hatten wir für eine Verlängerung von 7 Tagen unglaubliche 50€ pro Nase bezahlen müssen. Da zeigte sich wieder der Unterschied, wie unterschiedlich Touristen behandelt werden.
Hinter der Grenze trafen wir auf einen Taxifahrer, der uns für das Geld Nach Kuala Besut brachte, von dem wir auch gelesen hatten. Wir brauchten nicht zu verhandeln, sondern bezahlten das, was normalerweise üblich ist. In Kuala Besut wollten wir auf die Perhentian Inseln übersetzen, wussten aber nicht, ob diese überhaupt angesteuert werden, da die Saison erst im Feburar beginnt. Wir hatten Glück, denn einige Resorts hatten angeblich auf den Inseln geöffnet. Welche konnte uns aber niemand sagen. Allerdings hatten wir auch Pech, denn an diesem Tag fuhr kein Boot mehr. So kamen wir in den Genuss, im besten Hotel der Stadt zu übernachten, dass uns allerdings in alte Zeiten versetzte. Es war seit Jahren nicht mehr renoviert worden.
Kuala Besut wird in unserem Reiseführer während der Hauptsaison als verschlafenes Fischerdörfchen beschrieben. Ihr könnt euch sicher vorstellen, was dort los war, da wir ja vor der Vorsaison dort waren. Nichts! Die meisten Rolläden waren unter, so dass auch die meisten Reisebüros bzw. Resortbüros auch geschlossen hatten. Telefonisch erreichten wir auf den Inseln auch niemanden. Ein Reisebüro war dann doch noch geöffnet und die Dame war so nett, bei einem Resort anzurufen und nach den Preisen zu fragen. So hätten wir wenigstens eine Anlaufstelle. Abends waren wir die einzigen Touristen, die wir sahen. Am Morgen trafen wir auf zwei Paare, die wohl gerade von den Inseln kamen. Es ging also doch etwas. An der Fährstation warteten wir dann geduldig, bis wir endlich auf ein kleines Boot gebracht wurden, welches die Inseln ansteuern würde. Die Inselgruppe besteht aus zwei Hauptinseln. Während wir auf der größeren angerufen hatten, meinte der Bootsmann, dass er nur die Kleinere ansteuern würde. OK, wir mussten also unser Glück dort probieren.
Ein bisschen hatten wir vergessen, dass wieder eine Bootsfahrt bevorstand. Dieses Mal sollte es aber nur 1h Stunde dauern. Als wir den Hafen verließen, wurde unser Kapitän dann doch etwas von den Wellen überrascht. Da Anja und ich relativ weit vor saßen, bekamen wir natürlich davon am meisten mit. Eine Welle war so groß, dass Anja neben mir im Boot schwebte. Wir knallten auf das Wasser, als ob wir mit einer Euro-Palette von einer Garage gesprungen wären. Anja schmerzte der Rücken. So langsam hatten wir von den Bootsfahrten genug.
Als wir auf der kleineren Insel angekommen waren, die übrigens Perhentian Kecil heisst, sind wir gleich in das erste Resort rein und haben nach einer freien Hütte gefragt. Natürlich hatten sie genug freie ihre 99 Hütten. Ein großer Vorteil ist, wenn man vor der Vorsaison kommt. Da sind die Preise im Keller. So bekamen wir 66% Rabatt und zogen freudestrahlend ein. Es war schon ein wenig komisch, als wir durch die gespenstig allein gelassene Anlage liefen. Wir sahen nur, dass eine weitere Hütte belegt war. Dies sollte sich im Laufe der Tage auf weitere 5 erhöhen, für den Anfang war das aber sensationell.
Ein weiter Vorteil dieses Zeitpunktes war, dass auch die Strände unbesucht sind. Anja und ich konnten es kaum erwarten, uns unter die Palmen zu legen. Die Perhentian Inseln sind auch ein Mekka für Taucher, also versprachen die Riffs vor der Küste einiges. Wir entschieden uns allerdings gegen das Tauchen, da die Sicht noch nicht sehr gut sein sollte. Ich lieh mir etwas Schnorchelzeug aus und ging ins Wasser, um die Riffs vor der Küste zu sichten. Es dauerte auch nicht lange und ich sah die üblichen verdächtigen Fische herumschwimmen. Plötzlich erspähte ich in meinem Augenwinkel einen relativ großen Genossen. Ich erkannte die schwarze Spitze seiner Flosse und mir wurde klar, dass es ein Schwarzspitzriffhai war. Er hatte sich allerdings genau so erschrocken, mich zu sehen, und brauste davon. Mein Herz schlug höher und ich musste mir einreden, dass diese Art von Haie nicht gefährlich ist. Das hatte ich ja im Tauchkurs gelernt. Ich beruhigte mich und schnorchelte weiter. Da sah ich, wie mich ein kleiner Anemonenfisch ala Nemo aus derselbigen anschaute. Natürlich sind sie niedlich, besonders da wir erst vor ein paar Wochen den Film gesehen hatten. Ich sah noch weitere und berichtete Anja stolz von meinen Erkundungen. Beim zweiten Schorchelgang traf ich dann allerdings auf einen etwas größeren Riffhai, der mir ruhig entgegenkreuzte. Da die Sicht nur drei Meter betrug, wusste ich, wie nah er mir gekommen war. Das war mir dann fürs erste Mal doch ein wenig zu nah und ich machte, dass ich näher an die Küste kam.
Hier auf Kecil hatten wir es endlich geschafft, mal wieder an einer schönen Westküste einer Insel unterzukommen. So konnten wir abends herrliche Sonnenuntergänge beobachten. Obwohl es Anjas Rücken noch nicht blendend ging, sind wir gestern mit dem Boot auf die größere Insel, namens Besar, übergesetzt und haben uns dort umgeschaut. Wir besuchten auch das Resort, dass wir angerufen hatten und aßen zumindest dort. Wir bestellten wohl die erste Pizza der Saison und der Ofen war wohl bisher noch nicht befeuert worden, jedenfalls war unsere Bestellung über 45 min in der Röhre. Trotzdem war sie nicht ganz durch. Wir aßen sie aber trotzdem.
Heute wollten wir einen Ruhetag einlegen, aber es kam nicht ganz dazu. Obwohl wir ausreichend ausgeschlafen hatten, erkundeten wir ein bisschen die Insel . Manchmal erschraken die Warane, die sich am Wegesrand sonnten und flüchteten ins Unterholz, so dass wir auch einen Schreck bekamen. Wir liefen um die Südspitze bis zum Hauptanlegepunkt und einem Dörfchen. Das dauerte allerdings geschlagene zwei Stunden. Dort angekommen wollten wir eine andere Route gehen und es kam, wie es kommen musste. Nach einem Drittel des neuen Weges hatte ein Erdrutsch sämtliche Markierungen weggerissen. Da wir nicht umkehren und den ganzen Weg zurückgehen wollten, fingen wir an, über das Geröll, die Erdmassen, Palmenblättern und Kokosnüssen zu klettern. Die Spinnen und ihre Netze waren dabei das kleinere Übel. Schlimmer waren die Mücken, die sich vor allem auf Anja stürzten. Nach einer Weile erkannten wir, dass es keinen Zweck hatte. Wir sahen das Ende des Erdrutsches und die Weiterführung des Weges nicht und mussten uns geschlagen geben. Wir kehrten um und trampelten die ganze Strecke zurück. Obwohl es ein schöner Gang und Abenteuer war, hätte er für unseren Ruhetag etwas entspannter sein können.
Morgen werden wir zurück ans Festland fahren und vorerst unsere letzte Bootsfahrt hinter uns bringen. Abends geht es dann weiter mit dem Nachtbus in die Hauptstadt Malaysias nach Kuala Lumpur, worüber wir beim nächsten Mal berichten.
Beste Grüße
Anja und Patrice
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karlinchen,
Sonntag, 23. Januar 2011, 15:36
gruezi
hallöchen, endlich kann ich euch mal wieder schreiben. das waren ja wieder tolle geschichten und ich bin froh das ich nicht allzu viel verpasst habe, ich dachte schon ich muss mind. 10 berichte nachholen...aber es sind wunderschöne fotos und es sieht nach tollen erlebnissen aus...bei uns läuft soweit alles. rapha ist nach kurzer erkältung wieder fit, matze hat dafür jetzt den schnupfen abgekriegt, aber hat am 7.2. vorstellung bei VW.hat die erste runde bei autovision überstanden und wir sind ganz positiv was den termin im februar angeht..also daumen drücken...meine sandra und ich haben eine deadline für das nächste projekt..mal schauen ob wir da eine chance haben..es gibt wohl keinen "echten"vermieter sondern es läuft über fonds..wir wissen noch nicht ob wir das gut finden..aber das objekt gefällt uns gut, da zwischen zahnarzt und orthopäden gelegen..na mal schauen..ansonsten arbeite ich grad über 40 stunden am patienten und komm teilweise an meine grenzen, mal abgesehen davon, das ich gemeinsame zeit mit meinen jungs vermisse. rapha geht grad über zum dauerläufer..suchen jetzt einen zweiten trainingstag für ihn..der läuft wie ein irrer. ansonsten tragen wir grad die üblichen machtkämpfe aus, bisher immer mit dem Sieg für uns..hihi.also dann euch weiter viel spaß und wir melden uns wieder..
küsschen aus lehre die krebse
küsschen aus lehre die krebse
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anjapat,
Dienstag, 25. Januar 2011, 08:43
Daumendrücken!
Hallo Ihr Drei,
da drücken wir euch ganz doll die Daumen! Lasst euch vom Gefühl leiten und erzwingt nichts. Leichter gesagt als getan. Wir sind in Gedanken bei euch.
LG
A&P
da drücken wir euch ganz doll die Daumen! Lasst euch vom Gefühl leiten und erzwingt nichts. Leichter gesagt als getan. Wir sind in Gedanken bei euch.
LG
A&P
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