Mittwoch, 5. Januar 2011
Willkommen in 2011!
Ein frohes neues Jahr wünschen wir Euch!! Wir hoffen, ihr habt es an Silvester ordentlich krachen lassen und seid gut in 2011 angekommen!

An Silvester folgten wir dem Strom der Inselflüchtlinge. Es legten nämlich einige Boote vom Hafen in Phuket ab und flohen aus der Stadt auf die Inseln der Westküste Thailands. Wir hatten uns ja, wie bereits geschrieben, mit Mandy, Micha, Reschi und Wiesi auf Ko Phi Phi verabredet. Die Einfahrt in die Bucht versprach schon ein paar tolle erholsame Tage. Im Hafen angekommen, wartete schon jemand des Phi Phi Hill Resorts auf uns. Danke M&M, dass ihr euch darum gekümmert habt. Das Witzige an Ko Phi Phi ist, dass es nur einen Versorgungsweg für die Resorts gibt und man hauptsächlich Boote als Taxis und Transportmittel nutzt. So wurden wir also per Boot zum Resort gebracht und konnten auf dieser Fahrt bereits das klare Wasser bestaunen. Von unserer Reisegruppe waren wir die Ersten und bezogen einen der Bungalows, die einen hervorragenden Blick auf die Bucht, die gegenüberliegenden Berge und den abendlichen Sonnenuntergang boten. Anja und ich organisierten uns schleunigst ein Schnorchelset und vertrieben uns bis zur Ankunft der Anderen die Zeit damit, die Unterwasserwelt von unserem Strand aus zu begutachten.

Im Laufe des Nachmittages trafen erst Reschi und Wiesi und dann bald auch Mandy und Micha ein. Wir begossen unser Wiedersehen und hatten uns einiges von unseren Reiseerlebnissen zu berichten. Unser Abendessen nahmen wir auf der Restaurantterasse ein, während im Hintergrund unserer drei Mädels langsam die Sonne unterging. Was für ein wunderschöner Anblick! Den Silvesterabend wollten wir aber nicht dort oben verbringen und so suchten wir nach Unterhaltung am Strand. Wir wurden auch bald fündig. Ein schnuckelige Bar bot uns Plätze direkt neben einem grooßen Resort, in dem ein üppiges Silvesterprogramm lief. Da wir dafür keinen Eintritt zahlen wollten, konnten wir es nun von der Seite miterleben und hatten beste Plätze. Auch die Betreiber unserer Bar sorgten mit einer Feuershow für genug Entertainment. Man munkelt, das es sich einige von uns nicht nehmen lassen konnten, auch mal unter einer brennenden Limbostange so gut es ging durchzutanzen bzw. durch einen Feuerring zu springen. Als es 0 Uhr schlug, bekam jedes Pärchen ein chinesisches Licht in die Hand gedrückt, welches wir mit unseren besten Wünschen gen Himmel schicken konnten. So stiegen dutzende Lichter flackernd auf und wurden von einem tollen Feuerwerk beim Aufstieg begleitet.

Während der erste Januar relativ ruhig verlief, organisierten wir uns für den zweiten einen Schnorcheltrip zu den nahegelegenen Inseln. Da die See etwas unruhig war, blieben wir in unserem Boot nicht lange trocken und schaukelten durch die Wellen wie bei einer Achterbahnfahrt. Kurz vor der ersten Insel wurden wir von einer Gruppe Delphine begrüßt. Der erste Schnorchelspot war total überlaufen, was sich im Laufe der anderen nicht sehr ändern sollten. Wir waren ein bisschen enttäuscht, dass sämtliche Korellen abgestorben waren und so das erwartete prächtige Farbenstpiel ausblieb. Wir vermuteten, dass entweder die Tsunami 2004 oder aber der zunehmende Tourismus der zerstörende Faktor waren. Nichtdestotrotz sahen wir genügend bunte Fische nach Futter suchen. Am zweiten Spot, der etwas tiefer war, konnten wir dann die einstmalige Schönheit der Unterwasserwelt besser erahnen. Das Wasser war so klar und warm, dass wir am liebsten den ganzen Tag dort verbracht hätten. Zum Abschluss ging es dann zur Phi Phi Ley Insel mit dem berühmten Maya Strand, auf der der Film Beach mit Leonardo di Caprio gedreht wurde. Auch dieser war heilos überfüllt, jedoch genossen wir es noch einmal zu Schnorcheln. Wir hatten bereits ausprobiert, dass die Fische super auf Bananen reagierten und konnten unseren bunten Unterwasserimbiss bestaunen. Die Rückfahrt war nicht minder trocken, doch hatten wir den ersten tollen Tag des neuen Jahres erlebt. Am Abend gingen wir alle noch einmal zusammen Essen, denn es hieß bereits wieder Abschiednehmen. Währen Mandy und Micha noch eine Nacht auf Ko Phi Phi dranhängten, Reschi und Wiesi an die Küste nach Krabi fuhren, schlug es uns auf die nächste Insel nach Ko Lanta.

Da die Bandbreite der Unterkünfte sehr groß ist, diese weit auseinander liegen und wir dem Ansturm der Resortbetreiber bei der Ankunft auf Ko Lanta entgehen wollten, organisierten wir uns bereits auf Ko Phi Phi ein Nachtlager. Nachdem wir uns im Pool der Anlage abgekühlt hatten, wollten wir die Insel erkunden und mieteten uns ein Moped. Wir waren überrascht, wie groß Ko Lanta im Vergleich zu Ko Phi Phi ist und das es mehrere Strassen und Gebiete zum Erkunden gibt. Wir fuhren auf die andere Seite der Insel und schauten uns die Altstadt an. Auf der Fahrt kamen wir an einigen Moscheen vorbei, denn der Hauptteil der Einwohner ist muslimisch, was uns bereits die Anderen erzählt hatten. An der Südspitze in einem abgelegenem Resort nahmen wir ein paar kühle Getränke zu uns, bevor wir uns wieder auf die Heimreise machen "wollten".

Richtig, die Betonung liegt auf "wollten", denn wir hatten einen Platten! Natürlich war klar, dass uns das am entferntesten Punkt von unserem Resort passieren musste. Unsere Improvisierungskünste waren nun gefragt. Im Resort konnte uns keiner helfen, also schoben wir unser Moped zwei Kilometer bis zu den nächsten Häusern. Bis dorthin konnte uns niemand helfen und wir wurden ein wenig belächelt, wie wir so mit unserem Zweirad unterwegs waren. An den Häusern fragten wir wieder um Hilfe und wurden weitere zwei Kilometer weitergeschickt. Bald folgten uns aber zwei junge Burschen, die uns ihre Unterstützung anboten. Wir wussten zuerst nicht, ob wir ihnen trauen konnten, aber das ist vielleicht normal, und folgten dann doch ihren Vorschlägen. Einer von ihnen sprach nur gebrochenes Englisch und Anja und ich nahmen auf seinem Moped Platz. So fuhren wir zu dritt los, während uns der Zweit mit unserem Platten folgte. Wir bogen in eine Seitenstrasse ab und waren nun mitten in einer Siedlung angekommen. Dort sahen wir zwar keine Werkstatt oder ähnliches, jedoch sollten wir warten, bis jemand mit einer Pumpe kam. Wir wurden von den Kids und Frauen begutachtet, konnten aber mit niemanden reden. Das es langsam dunkel wurde, half der Situation nicht wirklich. Ich schloss mich einer Gruppe Männern an, die ein Boot über Baumstämmen ins Wasser rollten, um unsere guten Absichten zu demonstrieren. Nach einer guten Stunde kam dann ein freundlicher Mann, der Werkzeug, eine Pumpe und Flickzeug dabei hatte. Er fing an, an unserem Moped herumzuwerkeln und ich hatte meine Bedenken. Allerdings löste er nicht das Rad sondern nur den Schlauch vom Mantel, um nach Löchern zu suchen. Er fand auch zwei, die er flickte. Ich glaube alle Beteiligten hofften, dass diese Flickung einiges abhalten würde, da wir noch 20km zurückfahren mussten. Wir bedankten uns beim Mechaniker, der nur 3 Euro für seine Leistung verlangte, die wir aber auf 5 aufrundeten. Als wir den Jungs auch noch einen kleinen Obulus für ihre Unterstützung geben wollten, lehnten diese sie höflich ab und buchten es als gute Tat ab. Anja und ich waren froh, dass wir die Hilfe der freundlichen Jungs erhalten hatten. Wir wären gern noch länger geblieben, doch wollten wir zurück in unser Resort. Der Reifen hielt allerdings nur 10 km, so dass wir bald wieder am Strassenrand mit einem Platten standen. Allerdings hatten wir es bis in den Nachbarort von unserem geschafft. Nach kurzen Überlegungen und dem vergeblichen Versuch, in unserem Hotel anzurufen, stellten wir das Moped dort ab und fuhren mit einem Tuk-Tuk zurück. Wir holten den Mopedbesitzer und fuhren noch einmal zurück, um das Moped auf einen Pick-Up zu laden. Wir brachten es gleich zu einem Mechaniker, der es innerhalb von 30 Minuten noch einmal reparierte und uns es dann für den nächsten Tag zur Verfügung stellte, da wir das Moped für 24 Stunden gemietet und erst 4 Stunden genutzt hatten.

Obwohl wir keine richtige Lust hatten, noch einmal Moped zu fahren, oder besser gesagt, liegen zu bleiben, machten wir uns gestern trotzdem noch einmal auf den Weg. Um es vorweg zu nehmen, es lief alles gut. Allerdings sahen wir mit unseren Helmen etwas ulkig aus. Anja hätte in der Komödienreihe "Police Acadamy" mitspielen können, während ich ins Outfit der Village People gepasst hätte. Wir erkundeten die Strände der Westküste Ko Lantas und sprangen einige Male ins Wasser. Die Inseln sind echt traumhafte Urlaubsziele. Für uns war es der Beginn einer neuen Reisephase, da wir ab jetzt weniger Städte, Tempel und Paläste besuchen werden, sondern viel am Meer und in der Natur sein werden. Am liebsten wären wir heute nicht mehr aus dem Wasser gekommen, da es kristallklar und angenehm warm war. Wir beobachteten das Spiel der Gezeiten, dass zwischenzeitelich von der Ebbe dominiert wurde. Das Meer zog sich langsam zurück und hinterließ einige kleine Minibiotope, in denen sich Krabben und kleine Fischchen sammelten. Eine Krabbe durfte ich in ihrem Lager stören und sie in die Hand nehmen. Mit einem Auge schaute sie mich etwas verdutzt an.

Heute werden wir Ko Lanta sowie die Westküste verlassen und per Bus und Nachtfähre nach Ko Tao in den Osten und somit in den Golf von Thailand wechseln. Es ist ein wenig schade, dass wir die anderen kleineren Inseln hier nicht erkunden können, da wir uns nicht mehr Zeit nehmen und weiter wollen. Auf Ko Tao möchten wir nämlich unseren Tauchschein machen und sind schon richtig gespannt. Von dort melden wir uns dann beim nächsten Mal.

Liebe Grüße und ein gesunden Neues wünschen Euch

Anja und Patrice


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Toll, toll, toll....!!!! Es freut uns so sehr, dass es euch so gut ergeht. Und die schönen Fotos....Genießt weiterhin eure Zeit und bleibt gesund! *Knutschi* und ganz liebe Grüße, Steffi

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Euch ein gutes, grosses und gesundes neues Jahr. Freuen uns schon auf die nächsten Fotos von Lord Helmchen :-))))

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Hi Berliner
Danke für die Grüße. Senden wir gern zurück.

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Hi Hopsis
Die Helmchens werden jetzt erstmal ein paar Masken aufsetzen und dann auch noch wie der Darth Vaider atmen. Allerdings tief unter Wasser und nicht im Weltall. ;-)

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ein gesundes neues..ihr alle
hallöchen und grüße nach thailand..wir haben fest an euch gedacht als wir mit raik, steffi, andre und sandra ins neue jahr gerutscht sind..hatten auch einen schönen abend und der nächste tag stellte sich als gebraucht heraus..haha. ich hab es auch endlich geschafft bei deiner tante anzurufen patti, nochmal danke für deine unterstützung sie ruft mich an, wenn sie infos für mich hat..ansonsten gehts uns dreien gut, die arbeitswelt hat mich wieder, matze hat in 2 wochen endlich ein erstes vorstellungsgespräch und weitere bewerbungen rausgeschickt, rapha freut sich jeden tag auf die kita und hat spaß und ist sogar halbwegs gesund..wir wünschen euch alles liebe und weiter eine schöne zeit..die krebse

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Hi Krebsis
Schön, dass das Jahr mit guten Nachrichten beginnt. Freuen uns für euch und drücken die Daumen. LG A&P

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Vielen lieben dank fuer die karte aus vietnam, war sicher photoshop.... lol. Uns hat es fett erwischt, Pippi und ich liegen flach, Kathrin ist noch fit, noch....

LG bis zum nächsten lebenszeichen von euch.

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