Montag, 18. Juli 2011
Alles ist zehn Minuten entfernt in San Diego
Hallo,

eine coole Woche in San Diego liegt hinter uns. Wir hatten viel Spass in dieser schönen und kompakten Stadt. Jedes Mal wenn wir Ryuzo nach Entfernungen fragten, antwortete er nur, es ist in zehn Minuten erreichbar.

Unsere Woche begann mit dem Besuch des berühmten Zoos in San Diego. Es war ein schöner Tag auf dem tollen Gelände. Die Anlage ist herrlich angelegt mit schönen Gehegen für die Tiere aber auch tollen Minilandschaften aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt. Typische Pflanzen beschrieben Kakteenlandschaften, den Mittelmeerraum oder einen südasiatischen Bambuswald. Die Hauptattraktion waren natürlich die Tiere. Obwohl Anja und ich uns Tiere lieber in ihrer natürlichen Umgebung anschauen, erfreuten wir uns an den hiesigen Einwohnern. Der Zoo war riesig. Typisch für die USA konnte man durch das Gelände per Bus chauffiert werden, was wir natürlich nicht annahmen. Daher waren wir am Ende des Tages auch ganz schön kaputt.

Am Abend bereitete Ryuzo für uns seinen Fang vom Wochenende zu. Als Vorspeise gab es Sushimi (rohe Fischstreifen) seines Lingcods, eine Art Kabeljau. Als Hauptgang gab es eine Bouillabaisse. Ryuzo fügte dieser Fischsuppe den Rest des Lingcods, Muscheln, Tintenfisch, Schrimps, sowie Tomaten, Knoblauch und Gewürze bei. Es war sau-lecker! Als Nachtisch schnitten wir ein paar Mangos auf und tauchten die Stückchen in süßen Tequilla. Die Kombination war super und wir dachten wieder an ein Kochbuch unserer Reise.

Am Mittwoch fuhren wir nach La Jolla, einem Strand von San Diego. Dort leben Robben an der Küste und man kann sie auch vom Strand aus sehen und besuchen. Ryuzo und ich machten unser Schnorchelausrüstung klar und gingen ins Wasser. Die Robben schliefen im Seegras unter Wasser und wir versuchten, sie nicht aufzuwecken. Meistens erschraken sie aber, wenn sie eine Auge öffneten und unsere riesigen Masken vor ihrem Gesicht entdeckten.

Weiter ging es zum Coronado Beach. Dort hatte die Polizei eine Villa abgesperrt und die Fernsehcrews ihre Wagen aufgebaut. Wir erlebten unsere ersten Tatort ala CSI. Am Abend sahen wir die Berichterstattungen und erfuhren, dass die Freundin eines Millionärs an den Füßen und Händen zusammen gebunden tot aufgefunden wurde. Die Umstände waren noch unklar, aber die Polizei war sich über eine Gräueltat einig.

Wir hatten allerdings anderes vor. Dieser schöne Strand mit dem tollen Coronado Hotel ist ein guter Trainingsplatz für Surfanfänger. Ryuzo wollte es mir beibringen und so stürzten wir uns in die Wellen. Während Ryuzo eine gute Figur auf dem Brett machte und mir zeigte, wie es klappen könnte, endete jeder meiner unglücklichen Versuche mit einem Sturz ins Wasser. Irgendwann gab ich auf und mein Trainer wollte es wohl nicht erzwingen.

Donnerstag war wieder ein Sporttag für uns. Wir genossen es einfach, ein bisschen Fußball zu spielen und eine paar Körbe zu werfen und uns zu bewegen. Der Abend bot dann einen weiteren Programmpunkt. Ryuzo hatte Tickets für ein Major League Baseballmatch organisiert. Es spielte der Meister San Francisco Giants gegen die lokalen San Diego Padres. Obwohl San Diego das schlechtere Team ist, führten sie lange 1 zu 0. Aber es kam, wie es kommen musste. Im letzten Inning (Runde) schlug San Fran einen Home Run und es ging in die Verlängerung. Dort blieb es lange spannend bis im 12ten Inning ein Werfer der Padres versagte und die konnten nach Belieben punkteten. Am Ende stand es 6 zu 2 für San Francisco und die Padres Fans mussten enttäuscht nach Hause gehen.

Am Freitag besuchten wir die Alte Stadt in San Diego. Dies ist die erste Besiedlung der Spanier und Mexikaner in der Region bis sie 1848 Teil der USA wurde. Die alten Gebäude zeigten das Leben in früheren Tagen und werden heute als Shops und Souvenierläden genutzt. Am Abend stürzten wir uns dann ins Nachtleben San Diegos. Es war ja schließlich Freitagnacht. Wir nutzten die Tanzfläche ziemlich gut und man munkelt, dass auch einige Getränke im Spiel waren.

Den Samstag ließen wir etwas entspannter angehen. Wir waren wohl etwas kaputt vom Freitag. Allerdings erholten wir uns nur kurz, denn wir hatten uns Tickets für ein Festival gekauft. Während Ruyzo noch etwas arbeiten musste, glühten Anja und ich etwas im Sonnenschein vor. Später nahmen wir dann unsere Plätze ein und genossen den Sonnenuntergang, während die Vorbands spielten. Allerdings hielt es uns dann nicht mehr auf den Sitzen, als die Hauptbands Bush und Incubus auftraten. Es war unser ersten Konzert seit einer Ewigkeit und dann gleich so ein geiles. Ihr könnt euch vorstellen, dass wir eine Menge Spaß hatten.

Momentan schauen wir uns das Finale der Frauen-WM zwischen den USA und Japan an. Durch Ryuzo sind wir für Japan, obwohl die USA besser spielten. Was ist das für ein Finale zwischen seiner Wahl- und ursprünglichen Heimat für ihn? Die Spannung ist unbeschreiblich. WOOOOOOOOOOOOW! Die Japanerinnen haben es im Elfmeterschießen geschafft. Unglaublich!

Wir werden wohl jetzt an den Strand fahren und unseren letzten Nachmittag in San Diego in der Sonne verbringen. Eine unwesentlich weniger spannende Woche liegt vor uns. Las Vegas und der Grand Canyon stehen auf dem Plan. Davon werden wir dann beim nächsten Mal berichten.

Beste Grüße von

Anja, Ryuzo und Patrese



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