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Sonntag, 29. Mai 2011
Queensland
anjapat, 15:16h
Hallo Ihr Lieben,
Heute melden wir uns aus Cairns im Norden Queensland. Das bedeutet zum Einen, dass wir das Outback und damit das Northern Territory verlassen haben. Zum Anderen sind wir in diesem neuen Bundesstaat und wieder am Meer angekommen. Dieser Bericht ist teilweise an Yves gerichtet, da er etwas kürzer wird. Na ja, mal schauen.
Nachdem wir am Montag aufgestanden und unsere Weiterfahrt vorbereitet hatten, stand der Umrundung des Uluru nichts mehr im Wege. Die 10 km um diesen Felsen war eine sehr spannende Strecke. Uns boten sich die unterschiedlichsten Ausblicke, da sich der Stein je nach Sonneneinstrahlung verfärbte. Teilweise war er rot, blass grau aber auch leuchtend orange. Der Uluru strahlte eine unbeschreibliche Magie aus. Es war nicht verwunderlich, warum die Aborigines ihn als heiligen Felsen für die unterschiedlichsten Rituale nutzten. Einige Stellen waren nicht zugänglich oder durften nicht fotografiert werden, da sie heute noch als zeremonielle Orte genutzt werden bzw. heilig sind. An diesem Tag zogen Schleierwolken über unseren Köpfen hinweg, die die Stimmung zusätzlich verzauberte.
Nach dieser Runde fuhren wir weiter zu den Kata Tjuta auch Olgas genannt, die 50 km entfernt sind. Sie bestehen aus dem gleichen Material, wie der Uluru, jedoch bilden 36 runde Berge diese Felsengruppe. Wir wanderten noch einmal 7 km durch das sogenannte Tal des Windes, welcher uns auch frisch auf einer Kuppe ins Gesicht blies. Diese Strecke war sehr schön und abwechslungsreich und bot uns tolle Ausblicke in die Schluchten und über die karg bewachsenen Berge. Wir hatten den Eindruck, als ob sich jemand eine riesige Eisenbahnplatte gebastelt hatte. Da sich auch die Olgas beim Sonnenuntergang verfärben, blieben wir zum Abendessen und genossen im Abendrot die leuchtenden Berge. Da es mittlerweile im Outback nach Sonnenuntergang mit teilweise unter 5°C schnell kalt wurde, verzogen wir uns in unseren Marko. Meine Pudelmütze kam wieder zum Einsatz, da es mir sonst am Kopf zu kalt geworden wäre.
Der nächste Morgen bedeutete für uns, dass wir 4 bis 5 lange Fahrtage zwischen 600 bis 700 km vor uns hatten, welche 8 Stunden reine Fahrtzeit bedeuteten. Wieder ließen wir uns morgens nicht hetzen, obwohl wir wussten, dass wir einiges schaffen wollten. Unser Ziel war die Ostküste und Queensland. Wir wusste, dass die Sonne gegen 18 Uhr unterging und wollten bis dahin fahren. Daher sahen wir oft die Sonnenuntergänge nur noch im Rückspiegel und wussten, dass wir Richtung Osten unterwegs waren. In Alice investierten wir in eine neue CD Packung, da wir sowohl die Lieder auf unserem iPod und die bereits gekauften CDs auswendig kennen. Wir entschieden uns für eine Sammlung der Dance Klassiker aus den 90er Jahren, welche uns an unsere frühe Sturm- und Drangzeit erinnerte. Es war herrlich witzig zu Größen wie Culture Beat, Captain Hollywood, Dr. Alban und natürlich DJ Bobo unterwegs zu sein. Gedanklich wurden wir in unsere Diskozeiten zurückversetzt.
Am Donnerstag erreichten wir freudig Queensland. Wir machten in Richmond halt, welcher ein kleiner Ort im artesischen Becken ist. Dieses Becken war vor Millionen Jahren noch überflutet und bildete ein riesiges Binnenmeer, bevor sich das Wasser zurückzog und das mehr oder wenige heutige Australien freigelegt wurde. In diesem Meer lebten Dinosaurier, deren versteinerte Knochen in den letzten Jahren entdeckt wurden und in einer Fossiliensammlung ausgestellt. Wir bestaunten die teilweise gut erhaltenen Skelette und informierten uns über den Kronosaurus, der der größte und gefährlichste Unterwassersaurier war. Er war dreimal so groß wie ein Terranus Rex und hatte wohl eine über drei Meter großen Kopf. Leider hatten wir keine Zeit, selber noch nach Fossilien zu graben, was in der Region angeboten wird.
Am Freitagabend erreichten wir dann erleichtert Townsville am pazifischen Ozean. Anja und ich hatten die längsten Fahrten hinter uns. Die Temperaturen waren wieder sommerlich, worüber wir uns sehr freuten. Der Anblick des Meeres wirkte wie ein warmer Balsam. Da wir sehr unter Bewegungsmangel litten, genossen wir einen kurzen Spaziergang. Anja hatte schon Rückenschmerzen, da wir während den Fahrtagen saßen oder lagen und nur wenige Schritte laufen brauchten.
Unser Ziel war allerdings Cairns im Norden Queensland. Auf der Fahrt bemerkten wir, wie wir die kargen Landschaften des Outbacks gegen Regenwald bedeckte Hügel eingetauscht hatten. Dazu sahen wir jetzt keine Grassavannen mehr, sondern entdeckten üppige Zuckerrohr-, Ananas-, Mango- und Bananenplantagen. Unsere bereits entspannte Stimmung erleichterte sich noch mehr.
Animiert von unserer neuen CD und dem Sachverhalt, wieder in einer Stadt zu sein, haben wir uns gestern gleich ins Nachtleben gestürzt. Nach einem schönen Abendessen in einer Pizzeria rief die Tanzflächer des Woolshed, einer Backpackerdisko. Wir waren ganz schön gut unterwegs und fanden die Götterspeise mit Vodka äußerst lecker.
Heute am Sonntag haben wir zum ersten Mal seit Tagen bzw. Wochen Marko nicht bewegt. Wir hoffen, dass er morgen wieder anspringt. Wir genossen den Tag, lebten in ihn hinein und schlenderten am Nachmittag an die Promenade. Dort wurde eine künstliche Lagune angelegt, in die Badegäste springen können, da das Meer sich bei Ebbe weit zurückzieht und es generell kein Badestrand ist. Es war herrlich mal wieder zu Laufen und nicht den ganzen Tag im Auto zu sitzen.
In den nächsten Wochen werden wir uns in Richtung Süden der Ostküste bewegen. Wir haben noch drei Wochen in Australien, bevor wir weiterfliegen werden. Morgen müssen wir erst einmal die Anmeldung von Marko verlängern und ein paar kleinere Reparaturen vornehmen. Er braucht neue Vorderreifen und die Windschutzscheibe müssen wir auch auswechseln. Das ist allerdings alles geplant und wir waren uns dessen beim Kauf schon bewusst.
Wir grüßen euch und bis bald!
Anja und Patrice
PS: Von Micky haben wir nach zwei Tagen nichts mehr gehört. Es wurde ihr warscheinlich zu kalt.
Heute melden wir uns aus Cairns im Norden Queensland. Das bedeutet zum Einen, dass wir das Outback und damit das Northern Territory verlassen haben. Zum Anderen sind wir in diesem neuen Bundesstaat und wieder am Meer angekommen. Dieser Bericht ist teilweise an Yves gerichtet, da er etwas kürzer wird. Na ja, mal schauen.
Nachdem wir am Montag aufgestanden und unsere Weiterfahrt vorbereitet hatten, stand der Umrundung des Uluru nichts mehr im Wege. Die 10 km um diesen Felsen war eine sehr spannende Strecke. Uns boten sich die unterschiedlichsten Ausblicke, da sich der Stein je nach Sonneneinstrahlung verfärbte. Teilweise war er rot, blass grau aber auch leuchtend orange. Der Uluru strahlte eine unbeschreibliche Magie aus. Es war nicht verwunderlich, warum die Aborigines ihn als heiligen Felsen für die unterschiedlichsten Rituale nutzten. Einige Stellen waren nicht zugänglich oder durften nicht fotografiert werden, da sie heute noch als zeremonielle Orte genutzt werden bzw. heilig sind. An diesem Tag zogen Schleierwolken über unseren Köpfen hinweg, die die Stimmung zusätzlich verzauberte.
Nach dieser Runde fuhren wir weiter zu den Kata Tjuta auch Olgas genannt, die 50 km entfernt sind. Sie bestehen aus dem gleichen Material, wie der Uluru, jedoch bilden 36 runde Berge diese Felsengruppe. Wir wanderten noch einmal 7 km durch das sogenannte Tal des Windes, welcher uns auch frisch auf einer Kuppe ins Gesicht blies. Diese Strecke war sehr schön und abwechslungsreich und bot uns tolle Ausblicke in die Schluchten und über die karg bewachsenen Berge. Wir hatten den Eindruck, als ob sich jemand eine riesige Eisenbahnplatte gebastelt hatte. Da sich auch die Olgas beim Sonnenuntergang verfärben, blieben wir zum Abendessen und genossen im Abendrot die leuchtenden Berge. Da es mittlerweile im Outback nach Sonnenuntergang mit teilweise unter 5°C schnell kalt wurde, verzogen wir uns in unseren Marko. Meine Pudelmütze kam wieder zum Einsatz, da es mir sonst am Kopf zu kalt geworden wäre.
Der nächste Morgen bedeutete für uns, dass wir 4 bis 5 lange Fahrtage zwischen 600 bis 700 km vor uns hatten, welche 8 Stunden reine Fahrtzeit bedeuteten. Wieder ließen wir uns morgens nicht hetzen, obwohl wir wussten, dass wir einiges schaffen wollten. Unser Ziel war die Ostküste und Queensland. Wir wusste, dass die Sonne gegen 18 Uhr unterging und wollten bis dahin fahren. Daher sahen wir oft die Sonnenuntergänge nur noch im Rückspiegel und wussten, dass wir Richtung Osten unterwegs waren. In Alice investierten wir in eine neue CD Packung, da wir sowohl die Lieder auf unserem iPod und die bereits gekauften CDs auswendig kennen. Wir entschieden uns für eine Sammlung der Dance Klassiker aus den 90er Jahren, welche uns an unsere frühe Sturm- und Drangzeit erinnerte. Es war herrlich witzig zu Größen wie Culture Beat, Captain Hollywood, Dr. Alban und natürlich DJ Bobo unterwegs zu sein. Gedanklich wurden wir in unsere Diskozeiten zurückversetzt.
Am Donnerstag erreichten wir freudig Queensland. Wir machten in Richmond halt, welcher ein kleiner Ort im artesischen Becken ist. Dieses Becken war vor Millionen Jahren noch überflutet und bildete ein riesiges Binnenmeer, bevor sich das Wasser zurückzog und das mehr oder wenige heutige Australien freigelegt wurde. In diesem Meer lebten Dinosaurier, deren versteinerte Knochen in den letzten Jahren entdeckt wurden und in einer Fossiliensammlung ausgestellt. Wir bestaunten die teilweise gut erhaltenen Skelette und informierten uns über den Kronosaurus, der der größte und gefährlichste Unterwassersaurier war. Er war dreimal so groß wie ein Terranus Rex und hatte wohl eine über drei Meter großen Kopf. Leider hatten wir keine Zeit, selber noch nach Fossilien zu graben, was in der Region angeboten wird.
Am Freitagabend erreichten wir dann erleichtert Townsville am pazifischen Ozean. Anja und ich hatten die längsten Fahrten hinter uns. Die Temperaturen waren wieder sommerlich, worüber wir uns sehr freuten. Der Anblick des Meeres wirkte wie ein warmer Balsam. Da wir sehr unter Bewegungsmangel litten, genossen wir einen kurzen Spaziergang. Anja hatte schon Rückenschmerzen, da wir während den Fahrtagen saßen oder lagen und nur wenige Schritte laufen brauchten.
Unser Ziel war allerdings Cairns im Norden Queensland. Auf der Fahrt bemerkten wir, wie wir die kargen Landschaften des Outbacks gegen Regenwald bedeckte Hügel eingetauscht hatten. Dazu sahen wir jetzt keine Grassavannen mehr, sondern entdeckten üppige Zuckerrohr-, Ananas-, Mango- und Bananenplantagen. Unsere bereits entspannte Stimmung erleichterte sich noch mehr.
Animiert von unserer neuen CD und dem Sachverhalt, wieder in einer Stadt zu sein, haben wir uns gestern gleich ins Nachtleben gestürzt. Nach einem schönen Abendessen in einer Pizzeria rief die Tanzflächer des Woolshed, einer Backpackerdisko. Wir waren ganz schön gut unterwegs und fanden die Götterspeise mit Vodka äußerst lecker.
Heute am Sonntag haben wir zum ersten Mal seit Tagen bzw. Wochen Marko nicht bewegt. Wir hoffen, dass er morgen wieder anspringt. Wir genossen den Tag, lebten in ihn hinein und schlenderten am Nachmittag an die Promenade. Dort wurde eine künstliche Lagune angelegt, in die Badegäste springen können, da das Meer sich bei Ebbe weit zurückzieht und es generell kein Badestrand ist. Es war herrlich mal wieder zu Laufen und nicht den ganzen Tag im Auto zu sitzen.
In den nächsten Wochen werden wir uns in Richtung Süden der Ostküste bewegen. Wir haben noch drei Wochen in Australien, bevor wir weiterfliegen werden. Morgen müssen wir erst einmal die Anmeldung von Marko verlängern und ein paar kleinere Reparaturen vornehmen. Er braucht neue Vorderreifen und die Windschutzscheibe müssen wir auch auswechseln. Das ist allerdings alles geplant und wir waren uns dessen beim Kauf schon bewusst.
Wir grüßen euch und bis bald!
Anja und Patrice
PS: Von Micky haben wir nach zwei Tagen nichts mehr gehört. Es wurde ihr warscheinlich zu kalt.
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