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Sonntag, 17. Oktober 2010
Agra und Taj Mahal
anjapat, 16:05h
Hallo,
Wir haben es ohne Probleme nach Agra geschafft. Es war ein schöner Moment, als wir unsere Namen auf Ausdrucken draußen an unserem Wagen hängen sahen. Da die Main Bazaar Road genau in den Bahnhof mündete, konnten wir zu Fuss zur Station laufen. Während Anja ihren Rucksack schulterte, wollte ich meinen nicht schleppen und rollte ihn hinterher. Unser Waggon war klimatisiert und wir saßen mit jungen Indern in einem Abteil. Gott sei Dank hatten wir nicht die günstigste Klasse gewählt, da dort kaum zumutbare Zustände herrschten. Wir hatten eine entspannte 3,5 stündige Zugfahrt.
Allerdings waren die letzten Tage nicht ganz so prickelnd, da ich mir am letzten Abend in Delhi mein Magen-Darm-System verdorben habe. Ich hoffe, dass es an den Gewürzen lag, die hier ja intensiver eingesetzt werden. So wurde jede größere Erkundung zu einem kürzeren Intermezzo und feste Nahrung konnte ich aus Appetitsmangel nicht zu mir nehmen. Wie Phil und Baschdi schon richtig erkannt haben, tat es mir aber gut, ein bisschen Gewicht zu verlieren. Hab ja genug. Anja hat sich ganz lieb um mich gekümmert und ich danke ihr dafür sehr.
Des Weiteren war die Unterkunft, die wir hier in Agra gebucht haben, eine echte Herausforderung. Sie hatten unsere Reservierung nicht erhalten und so mussten wir für die erste Nacht in ein einfaches Zimmer ziehen. Die Sauberkeit der Bettlaken war grenzwertig und das Bad war kaum begehbar. Wir akzeptierten dies aber, da wir für das Zimmer nicht so viel zahlen brauchten und wir nur 50m vom Eingang zum Taj Mahal hatten, was wirklich eine gute Lage war. Allerdings lag das Hotel in der Altstadt Agra's und die engen Gassen waren übervölkert mit Auto-Rikschas und Menschen, daher wollte es einfach nicht ruhig werden. Als in unserem Hotel gegen Abend dann noch unsere indischen Nachbarn anfingen, sich zu streiten, irgendwelche bis 3 Uhr Musik hörten und die ersten gegen 5 Uhr wieder aufstanden und sich wuschen und ihre Rachen reinigten, war unsere Geduld auf dem Nullpunkt angelangt. Mir ging es immer noch nicht besser, doch eine saubere Toilette wäre schön gewesen. Anja hatte tiefe Augenringe, da sie die ganze Nacht nicht schlafen konnte. So gingen wir als erstes in ein Internet-Cafe und suchten uns eine neue Unterkunft. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich wir über diese Entscheidung waren, als wir in unsere neue Bleibe in einer ruhigen Strasse, mit schönem Bad und sauberen Zimmer gezogen sind. Ich glaube, wir haben unseren Standard gefunden. Es ist zwar ein bisschen teurer, aber im Vergleich zu westlichen Preisen immer noch ein Schnäppchen. Ausserdem wollen wir unseren Start ja auch nicht zu stressig gestalten.
Nachdem wir in unserer neuen Bleibe angekommen waren und es mir auch wieder besser ging, sind wir gestern ins Agra Fort gefahren. Es ist das größte Fort Indiens und die Mogule hier in Nordindien haben es lange Jahren als ihren Regierungssitz genutzt. Es ist schon beieindruckend, wie viel roter Sandstein hier verarbeitet wurde. Die einzelne Räume und Moscheen bieten einen tollen Blick über den Fluss und hin zum später gebauten Taj Mahal.
Dort waren wir heute. Das Taj Mahal ist ein wunderschöner Bau aus weißem Marmor und kaum vorstellbar, dass es eine Grabstätte für die Frau und später selbst für den Mogul Shah Jahan ist. Die Inder lieben dieses Denkmal und strömen in Scharen genauso wie wir Touristen zu diesem einmaligen Ort.
Obwohl wir noch weitere Sehenswürdigkeiten hätten besuchen können, genießen wir es, wenn wir aus dem Trubel der Strassen raus sind. Auf jedem Schritt und Tritt folgen uns mindestens 10 Verkäufer, Riksha-Fahrer und Führer, die uns all ihre Produkte und Services anbieten. Uns ist das nach einer Weile einfach zu viel, so dass wir auf die weniger grossen Highlights gern verzichten können. So fallen wir nicht totmüden abends ins Bett sondern sind relativ entspannt, was unsere Reise ja auch sein soll.
Ausserdem nerven die jungen Burschen ein wenig, die vom blonden Engel, der neben mir läuft, ständig heimliche Fotos mit ihren Telefonen machen. Einige sind wenigstens so mutig und fragen nach Erlaubnis. Bei anderen versuche ich mich so gut es geht in den Weg zu stellen, aber das ist nicht immer machbar.
Mittlerweile sind wir auch gut in Jaipur angekommen, hatten aber nicht die Moeglichkeit, frueher zu schreiben, da wir keinen Internetzugang hatten. Wir waren total ueberrascht, als der Zug heute morgen um 5 Uhr schon auf uns wartete und puenktlich auf die Minute in Jaipur ankam. Wir versuchen bald von hier oder aus Udaipur zu berichten.
Beste Grüße
Anja & Pat
Wir haben es ohne Probleme nach Agra geschafft. Es war ein schöner Moment, als wir unsere Namen auf Ausdrucken draußen an unserem Wagen hängen sahen. Da die Main Bazaar Road genau in den Bahnhof mündete, konnten wir zu Fuss zur Station laufen. Während Anja ihren Rucksack schulterte, wollte ich meinen nicht schleppen und rollte ihn hinterher. Unser Waggon war klimatisiert und wir saßen mit jungen Indern in einem Abteil. Gott sei Dank hatten wir nicht die günstigste Klasse gewählt, da dort kaum zumutbare Zustände herrschten. Wir hatten eine entspannte 3,5 stündige Zugfahrt.
Allerdings waren die letzten Tage nicht ganz so prickelnd, da ich mir am letzten Abend in Delhi mein Magen-Darm-System verdorben habe. Ich hoffe, dass es an den Gewürzen lag, die hier ja intensiver eingesetzt werden. So wurde jede größere Erkundung zu einem kürzeren Intermezzo und feste Nahrung konnte ich aus Appetitsmangel nicht zu mir nehmen. Wie Phil und Baschdi schon richtig erkannt haben, tat es mir aber gut, ein bisschen Gewicht zu verlieren. Hab ja genug. Anja hat sich ganz lieb um mich gekümmert und ich danke ihr dafür sehr.
Des Weiteren war die Unterkunft, die wir hier in Agra gebucht haben, eine echte Herausforderung. Sie hatten unsere Reservierung nicht erhalten und so mussten wir für die erste Nacht in ein einfaches Zimmer ziehen. Die Sauberkeit der Bettlaken war grenzwertig und das Bad war kaum begehbar. Wir akzeptierten dies aber, da wir für das Zimmer nicht so viel zahlen brauchten und wir nur 50m vom Eingang zum Taj Mahal hatten, was wirklich eine gute Lage war. Allerdings lag das Hotel in der Altstadt Agra's und die engen Gassen waren übervölkert mit Auto-Rikschas und Menschen, daher wollte es einfach nicht ruhig werden. Als in unserem Hotel gegen Abend dann noch unsere indischen Nachbarn anfingen, sich zu streiten, irgendwelche bis 3 Uhr Musik hörten und die ersten gegen 5 Uhr wieder aufstanden und sich wuschen und ihre Rachen reinigten, war unsere Geduld auf dem Nullpunkt angelangt. Mir ging es immer noch nicht besser, doch eine saubere Toilette wäre schön gewesen. Anja hatte tiefe Augenringe, da sie die ganze Nacht nicht schlafen konnte. So gingen wir als erstes in ein Internet-Cafe und suchten uns eine neue Unterkunft. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich wir über diese Entscheidung waren, als wir in unsere neue Bleibe in einer ruhigen Strasse, mit schönem Bad und sauberen Zimmer gezogen sind. Ich glaube, wir haben unseren Standard gefunden. Es ist zwar ein bisschen teurer, aber im Vergleich zu westlichen Preisen immer noch ein Schnäppchen. Ausserdem wollen wir unseren Start ja auch nicht zu stressig gestalten.
Nachdem wir in unserer neuen Bleibe angekommen waren und es mir auch wieder besser ging, sind wir gestern ins Agra Fort gefahren. Es ist das größte Fort Indiens und die Mogule hier in Nordindien haben es lange Jahren als ihren Regierungssitz genutzt. Es ist schon beieindruckend, wie viel roter Sandstein hier verarbeitet wurde. Die einzelne Räume und Moscheen bieten einen tollen Blick über den Fluss und hin zum später gebauten Taj Mahal.
Dort waren wir heute. Das Taj Mahal ist ein wunderschöner Bau aus weißem Marmor und kaum vorstellbar, dass es eine Grabstätte für die Frau und später selbst für den Mogul Shah Jahan ist. Die Inder lieben dieses Denkmal und strömen in Scharen genauso wie wir Touristen zu diesem einmaligen Ort.
Obwohl wir noch weitere Sehenswürdigkeiten hätten besuchen können, genießen wir es, wenn wir aus dem Trubel der Strassen raus sind. Auf jedem Schritt und Tritt folgen uns mindestens 10 Verkäufer, Riksha-Fahrer und Führer, die uns all ihre Produkte und Services anbieten. Uns ist das nach einer Weile einfach zu viel, so dass wir auf die weniger grossen Highlights gern verzichten können. So fallen wir nicht totmüden abends ins Bett sondern sind relativ entspannt, was unsere Reise ja auch sein soll.
Ausserdem nerven die jungen Burschen ein wenig, die vom blonden Engel, der neben mir läuft, ständig heimliche Fotos mit ihren Telefonen machen. Einige sind wenigstens so mutig und fragen nach Erlaubnis. Bei anderen versuche ich mich so gut es geht in den Weg zu stellen, aber das ist nicht immer machbar.
Mittlerweile sind wir auch gut in Jaipur angekommen, hatten aber nicht die Moeglichkeit, frueher zu schreiben, da wir keinen Internetzugang hatten. Wir waren total ueberrascht, als der Zug heute morgen um 5 Uhr schon auf uns wartete und puenktlich auf die Minute in Jaipur ankam. Wir versuchen bald von hier oder aus Udaipur zu berichten.
Beste Grüße
Anja & Pat
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